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Millenium - Theo - 14.03.2010

Hans-Otto hat mich gebeten, einmal ein paar Infos zum Thema 1000 jähriges Reich zusammenzustellen.

Ich gehe wie folgt vor: Da gibt es eine CD von Arnold Fruchtenbaum in 5 Teilen (englisch). Diese habe ich mir schon - zusammen mit vielen anderen CDs zum Themenkomplex - angehört. Ich schreibe nun Schritt für Schritt eine Kurzusammenfassung, dann können wir darüber ein wenig plaudern.

Hans-Otto - ich hoffe auf diese Weise hilft das etwas.


Millenium - Theo - 14.03.2010

Auf welcher Basis glauben wird, dass es ein messianisches Königreich geben wird, also eine Periode von 1000 Jahren, in der Jesus hier auf der Erde regieren wird?
Offenbarung 20.
Offenbarung ist symbolisch. Aber die Symbole werden erklärt durch die Bibel.
Jahre - es gibt keine Stelle in der Offenbarung, in der diese Bezeichnung symbolisch gemeint ist.
Nur hier werden die 1000 Jahre erwähnt. Aber sechsmal – das ist eine Verstärkung / Bekräftigung.
Der Glaube an das messianische Königreich ist nicht basiert auf diesem Kapitel allein. Es gibt eine enorme Menge von prophetischen Verheißungen im Alten Testament, dass der Messias kommen wird, um auf dem Thron Davids regieren wird.
Nur in diesem Offenbarungskapitel spricht es über die Dauer – die 1000 Jahre. Aber die anderen prophetischen Verheißungen sprechen über das messianische Königreich an sich.
Wir brauchen Offenbarung 20, um die verschiedenen p. Verheißungen zu ordnen und zu sehen, in welcher Reihenfolge sie auftreten werden.
Umstände, durch die das Königreich zum Ende geführt wird und wie es übergeht in die ewige Ordnung.
Es gibt 4 Bünde ohne Erfüllungsbedingung, die noch erfüllt werden müssen. Diese kann nur Gott erfüllen. Ihre Erfüllung steht noch aus, und es ist nicht möglich, diese zu erfüllen ohne das Millenium.
(Randbemerkung: Millienium – das 1000 jährige Reich. Ein Begriff, der schon missbraucht wurde. Adolf Hitler wollte unter dem Nationalsozialismus das 1000 jährige Reich aufbauen. Stattdessen wurde ein Unrechtsregime daraus. Auch die Uno verfolgt in diesen Tagen sogenannte „Milleniumsziele“. Sie nimmt den Jahrtausendwechsel in ein neues „Millenium“ – also Jahrtausend, zum Anlass, um Ziele zur Reduzierung des Hungers der Welt zu erreichen. Doch diese parallele ist schon Interessant. Man könnte fast den Eindruck bekommen, die Uno versucht, Gottes messianisches Reich nun selbst herzustellen. Mit menschlicher Kraft. In diesem Zug werden übrigens auch viele religiöse Organisationen eigegliedert – in die sogenannte Micha Initiative. Beispiel: +++ Dezember 2009: Klimagipfel: Beten für Kopenhagen +++ für den erfolgreichen Abschluss der Klimakonferenz. Dies ist die Instrumentalisierung christlicher Organisationen für die Politik dieses Zeitalters. „Nein!“ kann ich dazu nur sagen)
Zurück zu den vier Bünden.
1) Abrahamitischer Bund. Ein ewiger Nachkomme, der eine Nation wird, die das verheißene Land besitzt in bestimmten Grenzen. Niemals in der Geschichte Israels besaß Israel das ganze Land Israel.
2) Palestinischer Bund. Die Sammlung aller Israeliten im Land.
3) Der davidische Bund. Ewige Krone, Ewige Dynastie, ewige Herrschaft. Dies kann nur geschehen, im der der ewige Sohn Davids, Jesus, auf dem Thron Davids sitzen wird. Dies ist aber noch nicht eingetreten.
4) Eine Wiederherstellung der israelischen Nation bis zu jeder Familie und jedem Familienmitglied. Jeder Jude wird an Jesus, den Messias glauben. Da es heute aber noch Juden gibt, die nicht an Jesus glauben, muss dieser Bund erst noch in der Zukunft erfüllt werden.


Millenium - Theo - 14.03.2010

Warum ist das überhaupt eine wichtige Frage? Die Frage nach dem Millenium?

Ich meine, können wir unsere Zeit nicht sinnvoller verbringen als mit Spekulationen über die Zukunft?

Gut - vielleicht nicht jedem Christen ist es die drängendste Frage. Manche stehen am Anfang ihres Glaubenslebens und haben andere Frage. Aber gerade Älteste sollten lernen, eine klarere Vorstellung davon zu bekommen, wie sich das aktuelle Geschehen in der Gemeinde und in der Welt in das von Gott geplante Heilsgeschehen einbettet. Auf diese Weise lernen wir, nüchtern zu sein.

Wie gerne habe ich bei Missionseinsätzen Lobpreislieder geschmettert: "Lasst uns die Welt für Jesus einnehmen", als ich noch jung war. Und in manchen charismatischen Kreisen erkenne ich einen ebensolchen Triumphalismus. Hier werden Verheissungen, die bei genauerer Betrachtung in Bezug auf das Millenium stehen unkritisch - bei Christen würde ich sagen vor allem unwissend statt bösartig - auf diese Zeit übertragen.

Aber auch in der Politik geschehen Dinge, die damit in Beziehung stehen. So hat beispielsweise Obama in seiner Kairoer Rede klar gesagt, dass es Gottes Wille ist, dass Jerusalem die Hauptstadt des Friedens der Welt wird - was stimmt - und dass wir diesen Frieden in unserer Zeit herstellen können - was nicht stimmt - ja sogar eine messianische Anmaßung ohne gleichen ist. Das ginge nur, wenn er der Messias wäre, was er zwar gerne wäre, aber nicht ist. Hier kann durchaus eine gewisse Bösartigkeit unterstellt werden und eine Verführungskraft.

Eine weitere Verirrung besteht in der politischen Herrschaft der römisch katholischen Kirche im Mittelalter. Diese hat ebenfalls unkritisch - unwissen oder bösartig ? - die politischen Verheissungen des Reiches Gottes einfach vorverlegt. In diesem Zug hat sie selbst sich zur Erbnachfolgerin des Volkes Israels erklärt, dem diese Verheißungen eigentlich gelten. Auch zum Teil aus diesem Verständnis heraus entstanden die Kreuzzüge. Nicht aber allein, sondern auch aus der Opposition des politisch-religiösen Systems des Islams.

In der Reformation wurde dann die Trennung zwischen Staat und Kirche wiederentdeckt. Und damit die für dieses Zeitalter gültige Ordnung Gottes.

Diesen Schwärmereien können wir uns entziehen, wenn wir einen klaren Blick darauf richtigen, was der Plan Gottes in Bezug auf die Herrschaft Jesu auf dieser Erde wirklich ist.

Geistlich betrachtet können wir sagen, dass die Lehre vom Millenium uns davor bewahrt in Bezug auf die Umgestaltung unserer Gesellschaft durch das Evangelium allzu anmaßend zu sein. Wir müssen und dürfen demütig anerkennen, dass eine vollständige Transformation der Gesellschaft erst dann stattfinden wird, wenn Jesus auf dem Thron - und hier ist ein politischer Thron gemeint - in Jerusalem sitzt.

Alle Lehren, die ein "Jetzt und hier" in Bezug auf politische Transformationen aufgrund des Evangeliums versprechen, müssen wir darum sehr Skeptisch betrachten.

Geistliche Transformation - ja.
Politische Einflussnahme aufgrund geistlicher moralischer Maßstäbe - ja.

Eine "Herrschaft" des Evangeliums oder eine "Eroberung" der Welt - nein.

Wohl aber die begründete Hoffnung darauf, dass es eine Zeit geben wird in der dies gilt:

Zitat:Siehe, ein König wird in Gerechtigkeit regieren; und die Obersten, sie werden nach Recht herrschen.
Und jeder wird sein wie ein Bergungsort vor dem Wind und ein Schutz vor dem Wolkenbruch, wie Wasserbäche in dürrer Gegend, wie der Schatten eines gewaltigen Felsens im lechzenden Land.
Da werden die Augen der Sehenden nicht mehr verklebt sein, und die Ohren der Hörenden werden aufmerksam sein.
Und das Herz der Unbesonnenen wird auf Erkenntnis achtgeben, und die Zunge der Stammelnden wird fließend Deutliches reden.
Der Törichte wird nicht mehr edel genannt und der Schurke nicht mehr vornehm geheißen werden.
(Jes 32, 1-5, Elberfelder 1985)



Millenium - Hans-Otto - 17.03.2010

Ehrlich gesagt, ich habe mich noch nicht mit dieser Milleniumzeit Jesu beschäftigt, auch noch nichts spezielles darüber gelesen.

Freude erlebe ich bei dem Gedanken an die Wiederkunft Jesu, einfach deshalb, dann die Gelegenheit zu haben IHN direkt erleben zu können IHN praktisch anfassen zu können. Die Herrlichkeit dieses Augenblicks muss das Größte überhaupt sein. Sozusagen könnten wir dann auch sagen, es ist vollbracht.

Muss ich jetzt umdenken?

Wie könnte diese Regierungszeit Jesu, denn theoretisch, praktisch aussehen?

Die Herrschaft Jesu auf unserer Erde?

Setzt ER "Regierungsbeamte" ein? Nach welchem Kriterium werden diese ausgesucht?

Und noch eine Frage: Kann man Menschen durch Beschlüsse, Verordnungen z.B. zur Liebe untereinander „zwingen“?



Millenium - Hans-Otto - 18.03.2010

Gestern abend habe ich in der Offenbarung das Kapitel über das tausendjährige Reich bewusster gelesen.

Ich muss sagen, das sind Dimensionen, die meine Vorstellungskraft weit übersteigen.

Das Satan bzw. die alte Schlange in dieser Zeit, an einem sicheren Ort verwart wird, ist bemerkenswert.

Ich kann der Logik Gottes nicht ganz folgen, ER könnte doch den Deckel gleich ganz drauflassen, warum lässt Gott , Satan wieder frei. O.K. sein Wille geschehe!!!!

Aber wie schon gesagt, diese Vorgänge sind gewaltig!!!




Millenium - Charly - 18.03.2010

Ich denke mal, dass ER Satan wieder frei lässt, damit sich kein Mensch entschuldigen kann. Denn wer selbst nach 1000 Jahren durch Jesus regierte Welt noch von Gott abfällt, hätte wohl niemals einen echten Grund bei Gott zu bleiben.


Millenium - Theo - 28.03.2010

@Charly - sehe ich genauso.


Millenium - Theo - 28.03.2010

Zitat: Wie könnte diese Regierungszeit Jesu, denn theoretisch, praktisch aussehen?

Die Herrschaft Jesu auf unserer Erde?

Setzt ER \"Regierungsbeamte\" ein? Nach welchem Kriterium werden diese ausgesucht?

Und noch eine Frage: Kann man Menschen durch Beschlüsse, Verordnungen z.B. zur Liebe untereinander „zwingen“?
Das sind sehr gute Fragen.

Aus dem Bauch heraus antworte ich mal jetzt ohne alle Bibelstellen zu zitieren, die dafür die Grundlage bilden - was aber noch nachgeholt werden kann und muss.

Rein praktisch gesehen wird die Hauptstadt der Welt Jerusalem sein. Die Regierungsform wird eine Christokratie sein. Sprich, Jesus ist der König der Welt, der politische Macht ausübt. Er sitzt auf dem Thron Davids. Natürlich hat er Beamte. Diese setzen sich teilweise aus dem Volk Israel und aus der Gemeinde zusammen.

In Offenbarung 20 steht schon mal kar, dass diejenigen, die an der Ersten Auferstehung teilhaben, diese jenigen sind, die mit Christus herrschen werden. Diese werden beschrieben als die Märtyrer der Trübsal.

Nicht an dieser Stelle behandelt werden diejenigen der Gemeinde, die nicht Märtyrer der Trübsal sind. Diese müsste man extra diskutieren. Meiner Meinung nach werden sie vor der Trübsal entrückt um mit Jesus die Hochzeit des Lammes zu feiern, während die Erde in der Trübsal versinkt, um später mit Jesus auf die Erde zurückzukehren.

Zum Thema Beschlüsse, Verordnungen und den Zwang zur Liebe.

Vieles, was in der heutigen Welt schief geht hat damit zu tun, dass keine Gerechtigkeit herrscht und keine Klarheit herrscht. Wir wissen aus den Propheten, dass im messianischen Reich das Wort des Herrn ausgehen wird von Jerusalem. Dieses Wort wird Wahrheit und Klarheit schaffen. Die Wahrheit wird uns frei machen. Dieses Wort wird die Lügen, die Manipulationen, die Verdrehungen, denen dieses Zeitalter zwangsläufig unterliegt, entlarven und aufklären. Dies wird schon einmal sehr zur Besserung der Situation beitragen. Dies wird die wahre Aufklärung sein, nicht die humanistische "Aufklärung", die doch so manches verdunkelt hat.

Zitat:Da werden die Augen der Sehenden nicht mehr verklebt sein, und die Ohren der Hörenden werden aufmerksam sein. (Jes 32, 3, Elberfelder 1985)

Ausserdem wird Gerechtigkeit herrschen. Die heutigen Gerichte mangeln in vielerlei Hinsicht und stellen nicht die Gerechtigkeit in dem Maß her, wie es dann der Fall sein wird. Heutige Richter beispielsweise können nur nach Beweisen urteilen, nicht nach dem, was der Mensch denkt, weil sie keine Gedanken lesen können. Jesus wiederum wird die Menschen nach den verborgenen Gedanken ihres Herzens richten. Dies wird für eine enorme Stärkung der Gerechtigkeit sorgen. Auch gegen heute Richter viele Kompromisse ein, mit politischen Kräften, die sie unter Druck setzen und instrumentalisieren oder aus Angst vor Bedrohung durch gesellschaftliche Gruppen. Dies wird dann nicht mehr der Fall sein, sondern jene Richter werden gerecht richten. Dies können sie, weil sie den gerechten König im Hintergrund haben, der sie schützt.

Zitat:Siehe, ein König wird in Gerechtigkeit regieren; und die Obersten, sie werden nach Recht herrschen. (Jes 32, 1, Elberfelder 1985)

Aufgrund dieser Voraussetzungen wird das Phänomen, das wir heute beobachten, dass Schurken und Toren diejenigen sind, die den Ton angeben, nicht mehr der Fall sein.

Zitat:Der Törichte wird nicht mehr edel genannt und der Schurke nicht mehr vornehm geheißen werden. (Jes 32, 5, Elberfelder 1985)

Stattdessen wird sich ein neuer Begriff von Edelmut bilden, der auch den tatsächlichen Verhältnissen in den Augen Gottes entspricht. Es wird also auch tatsächlich der als Edel anerkannt werden, der es tatsächlich auch ist, und er wird edle Beschlüsse fassen, die auch durchgesetzt werden.

Zitat:Aber der Edle beschließt Edles, und auf Edlem besteht er. (Jes 32, 8, Elberfelder 1985)

Auf diese Weise wird ein solcher Regierungsbeamter ein Segen für die ganze Gesellschaft werden.

Zitat:Und jeder wird sein wie ein Bergungsort vor dem Wind und ein Schutz vor dem Wolkenbruch, wie Wasserbäche in dürrer Gegend, wie der Schatten eines gewaltigen Felsens im lechzenden Land. (Jes 32, 2, Elberfelder 1985)

Wir sollten uns einmal bewusst werden, welche weitreichende Berufung Gott in unser Leben hineingelegt hat, und alles kindische ablegen. Gott will dem ganzen sichtbaren und unsichtbaren Universum demonstrieren, dass er die ganze Gesellschaft und die ganze Weltgeschichte durch sein Wort und durch seine Gemeinde zum Guten transformieren kann. Dies wird weitreichend und nachhaltig sein. Erst am Ende, nachdem diese Demonstration zweifelsfrei vollzogen ist, wir der Teufel wieder freigelassen.


Millenium - Theo - 02.04.2010

Was sind die besonderen Merkmale des Milleniums? Diese betreffen sowohl Juden als auch Nichtjuden.

Zitat:Ein Psalm. Von David. HERR, wer darf in deinem Zelt weilen? Wer darf wohnen auf deinem heiligen Berg?
Der rechtschaffen wandelt und Gerechtigkeit übt und Wahrheit redet in seinem Herzen,
nicht verleumdet mit seiner Zunge, kein Übel tut seinem Gefährten und keine Schmähung bringt auf seinen Nächsten,
in dessen Augen der Verworfene verachtet ist, der aber die ehrt, die den HERRN fürchten; der, hat er zum Schaden geschworen, es nicht ändert;
der sein Geld nicht auf Zins gibt, und kein Bestechungs-Geschenk nimmt gegen den Unschuldigen. Wer solches tut, wird nicht wanken in Ewigkeit.
(Ps 15, 1-5, Elberfelder 1985)

Dies beschreibt die Rechtschaffenheit, die einen typischen Bürger dieses Königreiches auszeichnet. Dies betrifft nicht jedes Individuum, aber generell gesprochen die Bürger dieses Königreiches.

Zitat:Von David. Ein Psalm. Des HERRN ist die Erde und ihre Fülle, die Welt und die darauf wohnen.
Denn er, er hat sie gegründet über Meeren, und über Strömen sie festgestellt.
Wer darf hinaufsteigen auf den Berg des HERRN und wer darf stehen an seiner heiligen Stätte?
Der unschuldige Hände und ein reines Herz hat, der seine Seele nicht auf Falsches richtet und nicht schwört zum Betrug.
Er wird Segen empfangen vom HERRN und Gerechtigkeit von dem Gott seines Heils.
Das ist das Geschlecht derer, die nach ihm trachten, die dein Angesicht suchen: Jakob. //
(Ps 24, 1-6, Elberfelder 1985)

Dies beschreibt die Aufrichtung des Königreiches und die Art und Weise, in der ein Bürger auf die richtige Weise mit Gott in Beziehung steht.

Zitat:Und es wird geschehen am Ende der Tage, da wird der Berg des Hauses des HERRN feststehen als Haupt der Berge und erhaben sein über die Hügel; und alle Nationen werden zu ihm strömen.
Und viele Völker werden hingehen und sagen: Kommt, laßt uns hinaufziehen zum Berg des HERRN, zum Haus des Gottes Jakobs, daß er uns aufgrund seiner Wege belehre und wir auf seinen Pfaden gehen! Denn von Zion wird Weisung ausgehen und das Wort des HERRN von Jerusalem.
Und er wird richten zwischen den Nationen und für viele Völker Recht sprechen. Dann werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen umschmieden und ihre Speere zu Winzermessern. Nicht mehr wird Nation gegen Nation das Schwert erheben, und sie werden den Krieg nicht mehr lernen.
(Jes 2, 2-4, Elberfelder 1985)

Das eine universale Merkmal des Königreiches wird dies universellen Friedens sein. Es wird zu Differenzen zwischen Nationen kommen. Doch diese werde nicht mehr durch militärische Konflikte gelöst werden, sondern durch das Wort des Herrn, das ausgeht von Jerusalem. Selbst die Kunst der Kriegsführung wird verlernt werden.

Zitat:Und am Ende der Tage wird es geschehen, da wird der Berg des Hauses des HERRN feststehen als Haupt der Berge, und erhaben wird er sein über die Hügel. Und Völker werden zu ihm strömen,
und viele Nationen werden hingehen und sagen: Kommt, laßt uns hinaufziehen zum Berg des HERRN und zum Haus des Gottes Jakobs, daß er uns aufgrund seiner Wege belehre! Und wir wollen auf seinen Pfaden gehen. Denn von Zion wird Weisung ausgehen und das Wort des HERRN von Jerusalem.
Und er wird richten zwischen vielen Völkern und Recht sprechen für mächtige Nationen bis in die Ferne. Dann werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen umschmieden und ihre Speere zu Winzermessern. Nie mehr wird Nation gegen Nation das Schwert erheben, und sie werden das Kriegführen nicht mehr lernen.
Und sie werden sitzen, jeder unter seinem Weinstock und unter seinem Feigenbaum, und niemand wird sie aufschrecken. Denn der Mund des HERRN der Heerscharen hat geredet. -
Ja, alle Völker leben, ein jedes im Namen seines Gottes. Wir aber leben im Namen des HERRN, unseres Gottes, für immer und ewig.
(Mi 4, 1-5, Elberfelder 1985)

Die ersten 3 Verse sind die gleichen. Aber zusätzlich erklärt Micha, dass es auch eine Zeit individuellen Wohlstandes und Friedens sein wird. Und Israel wird seine Zugehörigkeit zu Gott haben, und nur zu Gott.

Hier möchte ich noch anmerken, dass beispielsweise die Statue, "Schwerter zu Pflugscharen" im Park der Vereinten Nationen diese Hoffnung ausdrückt, aber bei genauem Nachdenken eine Lästerung Gottes ist. Denn die Statue sagt ja wohl aus, dass es nur genug menschlicher Anstrengung bedarf, in der UN, um dieses Ziel zu erreichen. Dies ist aber unmöglich. Ein solcher Friede kann nur eintreten, wenn wie beschrieben, Jesus in Jerusalem regiert und sein Richterspruch maßgeblich ist. Jeder, der etwas anderes sagt, maßt sich selbst messianische Fähigkeiten an, und darin besteht die Gotteslästerung.

Beispielsweise aus dem evangelischen Sonntagsblatt aus Bayern heißt es zu diesem Thema:

Zitat:Das Miteinander-ins-Gespräch-Kommen und die Besinnung auf die gemeinsame Aufgabe, diese Erde um Gottes Willen zu gestalten und zu bewahren, machen Krieg und Gewalt überflüssig. Bauen wir doch in unserem Lebens- und Wirkungsbereich Frieden, indem wir wieder anfangen, mit Gott zu sprechen und auch miteinander ins Gespräch zu kommen.

Dies ist grober Unfug. So als ob durch miteinander sprechen der messianische Friede hergestellt werden könnte. Ein solcher Pfarrer erhebt sich selbstherrlich über die Pläne Gottes und verlegt sie in unsere Zeit, ja schreibt ihre Erfüllung der Fähigkeit des Menschen zu. Darum muss auch zunächst die Trübsalszeit über die Erde kommen - 7 Jahre - und davon 3,5 Jahre die große Trübsal, um die Menschheit zu lehren, dass dies eben nicht im der Fähigkeit des Menschen steht, diesen messianischen Frieden zu erreichen. Es ist nur schade, dass viele Theologen dies ebenfalls nicht erkennen und die Menschen in die Irre führen, obwohl sie es eigentlich wissen könnten und auch sollten.

Zitat:Und der Wolf wird beim Lamm weilen und der Leopard beim Böckchen lagern. Das Kalb und der Junglöwe und das Mastvieh werden zusammen sein, und ein kleiner Junge wird sie treiben.
Kuh und Bärin werden <miteinander> weiden, ihre Jungen werden zusammen lagern. Und der Löwe wird Stroh fressen wie das Rind.
Und der Säugling wird spielen an dem Loch der Viper und das entwöhnte Kind seine Hand ausstrecken nach der Höhle der Otter.
Man wird nichts Böses tun noch verderblich handeln auf meinem ganzen heiligen Berg. Denn das Land wird voll von Erkenntnis des HERRN sein, wie von Wassern, die das Meer bedecken. -
(Jes 11, 6-9, Elberfelder 1985)

Dieser Friede wird sogar das Reich der Tiere umfassen. Alle Tiere werden wiederum Vegetarier werden. Die Erkenntnis Gottes wird die ganze Welt durchdringe, sowohl Mensch, als auch Tier.


Millenium - Theo - 11.04.2010

Ein konkret praktischer Zwischengedanke / Bezug.

Schauen wir uns einmal dieses Lied an:

Zitat:Wie wollen Dich hoch erhoben sehn.
Als Zeichen des Siegs in unserm Land.
Damit jeder sieht, erkennt und weiß:
Du bist der Weg zum Vater.

Schritt für Schritt geh'n wir voran.
Wir nehmen ein das gute Land.
Das Gebet ist uns're Waffe,
denn Gott selbst schenkt uns den Sieg, den Sieg, den Sieg, den Sieg.

Dies haben wir in der Gemeinde früher gesungen. Ich weiß noch genau, auf welchen Rhytmus ich zu achten habe, und wie es mit Synkopen besser klingt.

Ein mitreißendes Lied.

Aber ein dumpfes Gefühl wurde ich bei dem Lied nicht los.

Wenn man das so singt, denkt man die Eroberung von Deutschland für das Evangelium stünde kurz bevor. Doch die Realität sieht nüchtern betrachtet recht anders aus. Unglaube? Mangel an Entschlossenheit? Zu wenig Gebetskrieg?

Es ist viel wahres an dem Lied. Wir wollen Jesus hoch erhoben sehen. Definitiv. Und das werden wir auch.

Als Zeichen des Siegs? Was soll das bedeuten? Sein Zeichen wird in den Wolken erscheinen. Dies wird aber erst nach der Trübsal sein, wenn Jesus wiederkommt um das Volk Israel zu erlösen. Genau genommen werden sie es sehen, weil wir schon bei Jesus sind - wegen der Entrückung.

Jeder wird erkennen und wissen, dass Jesus der Weg zum Vater ist. Nein - dass er der Herr ist. Jeder wird seine Knie beugen müssen. Das wird zu Beginn des Milleniums der Fall sein.

Also entweder wir wollen, dass jemand erkennt, dass Jesus der Weg zum Vater ist. Dann wird es aber nicht jeder sein. Oder wir wollen, dass jeder etwas erkennt, dann wird es aber sein, dass Jesus der Herr ist. Das sind zwei unterschiedliche Dinge.

Schritt für Schritt geh'n wir voran.

Hrrrrm. Eigentlich nicht. Wenn wir vom Millenium sprechen, von der Herrschaft Jesu auf dieser Erde, dann genau ist es keine schrittweise wie auch immer geartete Eroberung des Landes oder der Welt durch das Evangelium. Das hat die römisch katholische Kirche auch schon einmal gedacht. Die Fehler, die sie dabei gemacht hat, sind allen offenkundig.

Ja - das Evangelium wird verkündigt werden allen Völkern, bevor Jesus wiederkommt. Das definitiv. Und das ist auch gut und richtig so.

Und wenn das mit "Wir nehmen ein das gute Land" gemeint ist, dann bin ich einverstanden.

Und wenn gemeint ist, dass Christen ihren Einfluss in der Gesellschaft wirksam werden lassen, dann bin ich auch einverstanden.

Gott selbst schenkt uns den Sieg, den Sieg, den Sieg, ..

Hrmm.

Was bedeutet Sieg?

We win, they lose.

So hat es jemand einmal ausgedrückt.

Und - ja - im Kleinen gilt das auch. Im Alltäglichen. Auch in der Selbstaufopferung für das Evangelium. Jesu Sieg beispielsweise sah sehr anders aus, als viele es erwartet hatten. Auch der Sieg des Stephanus. Und so weiter und so fort.

Und ja - das Evangelium hat die Weltgeschichte geprägt.

Aber - und eben genau das ist mir wichtig - der Sieg, den das Millenium bringt, der wird nicht Schritt für Schritt erreicht. Nicht durch unseren Einsatz. Sondern durch die Wiederkunft Jesu.

Denn wir müssen klar sehen, dass die Welt vorher noch auf die Trübsal zusteuert. Und dass dass die Antichristen am Wirken sind, weltweit. Und dass Gott dies zulässt. Und dass wir in diesem Zeitalter keinen vollständigen Sieg über die Antichristen erringen werden.

Wir werden erleben, dass gedankliche Festungen zugrunde gehen und fallen, dem Evangelium weichen müssen.

Zitat:denn die Waffen unseres Kampfes sind nicht fleischlich, sondern mächtig für Gott zur Zerstörung von Festungen; so zerstören wir Vernünfteleien
und jede Höhe, die sich gegen die Erkenntnis Gottes erhebt, und nehmen jeden Gedanken gefangen unter den Gehorsam Christi
und sind bereit, allen Ungehorsam zu strafen, wenn euer Gehorsam erfüllt sein wird.
(2.Kor 10, 4-6, Elberfelder 1985)

Wir können und werden vor allem auf geistlichem Gebiet Siege erringen.

Aber das ganze Land einnehmen werden wir nicht.

Was ist Eure Meinung?