02.09.2007, 13:25
Zitat:Es kommt natuerlich auch noch dazu, das wir das Wort aus unserem Verstaendiss und unserer Denkweise heraus auf unser Leben, unsere Situation projezieren.Genau! Das ist doch ein Anfang einer gemeinsamen Meinung. In diesem Punkt bin ich ganz Deiner Meinung.
Ich wüßte auch nicht, wie ich es sonst machen sollte.
Ich stimme auch zu, dass der Geist Gottes individuell leiten kann, um ein bestimmtes Handeln in einer bestimmten Situation von mir zu veranlassen. Aber zum einen ist es immer sinnvoll, das anhand des Wortes zu prüfen, denn da ist auch schon viel ins Auge gegangen ("Nicht jeder Geist ist von Gott"). Und außerdem kann man dann zwar zeugnishaft von dieser Erfahrung und dem Handeln berichten und es kann für einen Bruder/ eine Schwester ein Anstoß sein, es ebenso zu machen. Aber daraus kann man keine allgemeingültigen Aussagen ableiten, dass es immer so sein muss. Das kann man meiner Meinung nach nur mit Hilfe der Bibel. Und selbst da muss man schon aufpassen, dass man eine Stelle nicht unzulässig verallgemeinert.
Was mich an der Diskussion im Forum interessiert ist, welche allgemeingültigen Aussagen sich aus der Bibel ableiten lassen in Bezug auf die Situation und das Ziel der Gemeinde. Das ist für mich das Fundament, auf dem ich mein Verhalten aufbauen will. Da interessiert mich sehr, wie andere es sehen, aber ich möchte auch, dass sie es begründen, weil ich auch schon viel gehört habe, was hinterher nicht gestimmt hat. Ich habe also ein gesundes Mißtrauen, was irgendwelche Behauptungen betrifft, und ich finde das ok so. Denn wir sollen alles prüfen und auch jeden Apostel. Das geht aber nur, wenn wir unsere Argumente miteinander teilen und nicht einfach sagen: "Das ist so!" Und wenn wir unsere Argumente miteinander geteilt haben, dann auch zur Gemeinsamkeit - zur Einheit - gelangen.
Das verstehe ich unter:
Zitat:Ich ermahne euch aber, Brüder, durch den Namen unseres Herrn Jesus Christus, daß ihr alle einmütig redet und nicht Spaltungen unter euch seien, sondern daß ihr in demselben Sinn und in derselben Meinung völlig zusammengefügt seiet. (1.Kor 1, 10, Elberfelder 1985)