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Zehnter
#11
Das Thema interessiert mich sehr, da es im Laufe meiner Gemeindezugehörigkeiten, einem ständigen Wechsel unterlag.
Evangelisch getauft, wurde mir von meinem Gehalt die Kirchensteuer einbehalten. Dadurch war mir sichergestellt, daß die Konfirmation, als auch eine mögliche Hochzeit, Beerdigung finanziell abgedeckt war. Auch am Ausgang nach dem Gottesdienst, wurde nur noch ein Opfer gesammelt, welches für spezielle Projekte verwendet wurde, aber nicht dem Haushalt der Gemeinde diente.
Später in der Freikirche war der Zehnte Bestandteil der Zweckgemeinde, um den Pastor und das Gemeindehaus zu finanzieren, als auch ggf. noch Missionare.
Bewegt man sich dann ausserhalb der Institutionen, begegnet einem ein freiheitliches Gedankengut, welches bis zur vollständigen Ablehnung von finanziellen Verantwortlichkeiten geht.
Interessant ist, daß es für alle Strömungen auch entspr. biblische Begründungen geben kann. Als Beispiel die nachfolgende Thematik:
Wir lesen von Paulus, daß er dazu auffordert die am Wort dienenden zu versorgen.
Er selber hat es aber nicht für sich in Anspruch genommen, weshalb man doch sagen könnte, lieber Prediger folge doch dem Beispiel von Paulus. 2Tess.3,8

Grundsätzlich sehe ich mich auch im Rahmen des neuen Testamentes in der Freiheit eines Abrahams, der aus Dankbarkeit gegenüber Gott und dem zuvor empfangenen Segen , Melchisedek aus freien Stücken den Zehnten gab.
Somit sehe ich, daß ich keinerlei institutionalisiertem Zwang unterlegen bin.[B]
Ich sehe aber auch sehrwohl eine gegenseitige Verpflichtung im Leib Christi, daß wir füreinander zu sorgen haben.
2Kor.8,13

Desweitern kann sich eine Gemeinschaft dazu entschliessen, daß Personen aus ihrer Mitte aus dem normalen Berufsleben herausgerufen werden, als auch daß ein Gemeindehaus oder Anderes zu finanzieren ist. Schliesst sich jemand solch einer Gemeinschaft an, tritt er in diese Verpflichtung mit ein.
Wichtig dabei ist es, daß sich diese Dinge nicht verselbständigen.
Eine nachfolgende Generation muß nicht zwangsweise die Absprachen der früheren Generation übernehmen.

Den Zehnten halte ich, wie Richard schon erwähnte, für eine gute Grundlage als Richtschnur für das Geben. Christus hat häufig einen Gehorsamsschritt gefordert
( Joh.9,7 ), um eine Glaubenserfahrung machen zu können. Aus diesem Grunde ist solch ein Gehorsamsschritt ( Ps.34,9 ) ein prüfen, ob Gott uns nicht versorgen wird.

Eine kleine Geschichte dazu.
Meine Frau und ich, wir waren frisch verheiratet, als ich wieder zur Schule gehen wollte. Wir überprüften die Finanzen und stellen dann fest, daß uns 100DM pro Monat in der Haushaltskasse fehlen würden, wenn wir den Zehnten weiter zahlen würden. Wir entschlossen uns aber, diesen Glaubensschritt zu gehen. Bevor die Schule anfing kam eine liebe Frau aus der Gemeinde auf uns zu und teilte uns mit, daß sie es aufs Herz gelegt bekam, uns mit 100DM pro Monat während meiner Ausbildung zu unterstützen.


Liebe Grüße
Georg
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#12
Hallo Georg,
mir gefällt was du schreibst. Zu einem habe ich aber eine Anmerkung:

Zitat:Wir lesen von Paulus, daß er dazu auffordert die am Wort dienenden zu versorgen.
Er selber hat es aber nicht für sich in Anspruch genommen, weshalb man doch sagen könnte, lieber Prediger folge doch dem Beispiel von Paulus. 2Tess.3,8
Das sehe ich nicht so - ganz im Gegenteil. Ich empfinde es als unglaubliche Anmaßung die selbstverantwortete Haltung eines Paulus hier als Maßstab für das Verhalten von Dienern Gottes zu machen. Hier erhebt der Teil des Leibes, der eigentlich verantwortlich wäre für das Auskommen vollzeitiger Dienender mit aufzukommen, den Anspruch den Diener mit pseudofrommen Floskeln zu zwingen unter Vorhaltung falscher Demut auf diesen Anspruch, den er laut Paulus ja hat, zu verzichten. Eine unglaubliche Arroganz und Heuchelei in meinen Augen.

Ich habe immer wieder Probleme damit, was als angeblicher biblischer Beleg präsentiert wird. Für mich ist die Botschaft der Bibel recht einfach und deutlich.
Ich sehe, seit ich mich von den institutionellen Gemeindeformen verabschiedet habe, auch, dass so vieles so viel einfacher, logischer und klarer ist, wenn wir verstehen, dass Gemeinde als Institution eben nicht wirklich der Wille Gottes ist. Gerade beim Thema Geld wechselt es - wenn man es richtig versteht (meine ich) - vom beständigen Mangel und dauerhaften Spendenaufrufen, zu einem erstaunlichen Überfluss, der es leicht macht, zu geben. Hier erweist sich für mich jede Gemeindeform, die auf Gebäuden und Ämtern basiert als gigantische Geldfressmaschinerie. Um so mehr bedauere ich, dass Christen, die sich für die einfache Gemeindeform entschieden haben, oft so sehr einem gewissen Geiz anheim fallen. Sowas passiert, wenn man "das Kind mit dem Bade ausschüttet". Sad
Trotz so manchem Tief das ich erlebt habe, immer noch oder gerade deshalb Christ Cool
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#13
Hallo Georg,

ich verstehe nicht, wie die von Dir angeführten Bibelstellen (Joh. 9,7Sadbitte nachlesen) und Psalm 34,9(bitte nachlesen) mit der Abgabe des Zehnten in Einklang zu bringen sind?

Zitat:Grundsätzlich sehe ich mich auch im Rahmen des neuen Testamentes in der Freiheit eines Abrahams, der aus Dankbarkeit gegenüber Gott und dem zuvor empfangenen Segen, Melchisedek aus freien Stücken den Zehnten gab.

Was meinst Du mit dem zuvor empfangenen Segen?

Die Segnung:“ Gesegnet seist du, Abram, vom höchsten Gott, der Himmel und Erde geschaffen hat; von Melchisedek ausgesprochen. (war meines Erachtens nicht der Grund für Abrahams dankbare Haltung.

Oder, der Segen etwas zurückbekommen zu haben, was vorher von Feinden geraubt wurde.
Nicht nur Hab und Gut kamen retour, auch Abraham nahestehende Menschen, kamen aus der Gefangenschaft frei.

Dieser zehnte Teil an Melchisedek, war, so meine ich aus einer dankbaren Haltung heraus gegeben, bezogen auf eine einmalige Aktion.

Gruß

Hans-Otto
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#14
Zitat:Wir lesen von Paulus, daß er dazu auffordert die am Wort dienenden zu versorgen.
Er selber hat es aber nicht für sich in Anspruch genommen, weshalb man doch sagen könnte, lieber Prediger folge doch dem Beispiel von Paulus. 2Tess.3,8

Zitat:Das sehe ich nicht so - ganz im Gegenteil. Ich empfinde es als unglaubliche Anmaßung die selbstverantwortete Haltung eines Paulus hier als Maßstab für das Verhalten von Dienern Gottes zu machen

Jedenfalls ist das Verhalten von Paulus bemerkenswert und vorbildlich.

Paulus macht aus seinem „Job“ in keiner Weise ein Geschäft, im Gegensatz zu einigen Jesus Nachfolgern aus den unterschiedlichsten Denominationen hier in Europa und vor allem in Amerika.

Gruß

Hans-Otto
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#15
Die Haltung des Paulus ist sicherlich Vorbildlich. Sie stellt eine Anfrage und Herausforderung an die dar, die von ihrem Dienst leben wollen. Und genau da hört es auch auf. Sie kann und darf in keiner Weise dahin umgedreht werden, dass sie von solchen, die diesen Dienst in Anspruch nehmen, als Forderung an solche gestellt werden kann, die von ihrem Dienst leben wollen. Denn um es ganz klar zu benennen würde hier der Geiz und die Habsucht eine geheuchelte Demut fordern.
Trotz so manchem Tief das ich erlebt habe, immer noch oder gerade deshalb Christ Cool
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#16
Hallo Charly,


Geiz, Habsucht oder Habgier sind meines Erachtens, negative geistige Einflüsse, ich gehe sogar soweit zu sagen, sie sind von dämonischer Herkunft. Die Krux an dieser geistigen Haltung, wir erkennen sie nicht, als solche.

Vom Geist Gottes (Hl. Geist) sind diese oben genannten „Tugenden“ jedenfalls nicht.

Du schreibst:
Zitat:„die von ihrem Dienst leben wollen“

Das hört sich für mich so an, als ob diese Menschen, diesen ihren Dienst selbst gestrickt haben. Wenn sie tatsächlich von Gott eingesetzt bzw. berufen wurden, müssen sie von ihrem Engagement leben können und in dem Moment, ist ihre finanzielle Sicherung nicht in Frage zu stellen.

Gruß

Hans-Otto
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#17
Du schreibst:
Zitat:Wenn sie tatsächlich von Gott eingesetzt bzw. berufen wurden...
Und woran erkennen wir das? Sowas wird so oft so schnell behauptet, doch wie prüfen wir das? Insbesondere wenn damit das verbunden ist, was du weiter schreibst:
Zitat:müssen sie von ihrem Engagement leben können und in dem Moment, ist ihre finanzielle Sicherung nicht in Frage zu stellen.
Trotz so manchem Tief das ich erlebt habe, immer noch oder gerade deshalb Christ Cool
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#18
Zu diesem Thema kann ich nur ein buch empfehlen, geschrieben von einem Moslem der sich zu Christus bekehrte und ein finanzinstitut sein eigen nannte. nach der Frage wie er gott gegenüber Treu mit den finanzen umgehen kann hat er intensiv in der bibel nachgeforscht. Was man dor zu lesen bekommet unterscheidet sich viel von all dem Traditionellen das man sonst so zu höhren und Lesen bekommt. zum endergebnis kommt er das das Geben des Zehnten doch eine sache der Liebe und hingabe ist.

Inhalt

- Was gottes Wort über finanzen sagt
- Wie wichtig unsere Herzenshaltung vor Gott ist
- Wie wir finanziellen Segen empfangen können
- Was uns daran hindert, Gottes Bestes zu empfangen
- Gottes Prinzipien von Saat und Ernte

Titel des Buches

Gottes Prizipien für Finanzielles Wachstum

(erlebe Gottes Willen für dich in deinen Finanzen)

von Dr. Nasir K. Siddiki

www.wisdom-ministries.com
ISBN 096667792-7
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#19
Also wenn ich mir die Homepage dieses Dr. Nasir K. Siddiki anschaue, wird sehr schnell offenbar, woher dieser seine finanziellen Bezüge sichert. Bei aller Liebe, aber Jemand, der derart an allen möglichen Geschäften, wie Bücher, kostenpflichtige Schule, etcpp., beteiligt ist, kann ich nichts von Gottes Versorgung oder biblischen Geben an Christen im Dienst finden. Was soll dann dieser Mensch uns gerade zum Thema zu sagen haben? Da hätte ich eher die Befürchtung, dass uns da mal wieder Jemand präsentiert wird, der schlicht ein bibelfremdes Wohlstandsevangelium verkaufen will.
Zudem vertritt dieser doch genau die institutionelle Kirche, von der wir hier doch eher die Nase voll haben, oder?
Trotz so manchem Tief das ich erlebt habe, immer noch oder gerade deshalb Christ Cool
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#20
Es tut mir leid wenn der oberflächliche Blick dies so erscheinen lässt. nur war Salomon nicht auch sehr Reich und Abraham oder Noah.

Kennst du Hystorys Handfull. die Predigen ein Wohlstandsevangelium. Aber hier geht es um anderes. auch wenn es bei ihm auch um finanziellen wohlstand geht. Aber er setzt nicht den wohlstand ins Zentrum. Das ist der Unterschied zu allen die ein wohlstandsevangelium predigen. Auch Paulus muss reich gewesen sien denn als er in rom im Gefängnis war konnte er doch gut leben von seinem Geld.

zudem liess mal 5. Mose 28:1-2

bist du wirklcih der überzeugung dass Armut Gottes wille für sein Volk ist.

zudem wenn ich predigeten bei Organische gemiende höhre dann sehe ich, dass sie auf die selbe weise vorbereitert wurden wie die traditionellen kirchen

oder welche Leute sind hier die die Lehrleitung haben?

Hast du nicht eine höhere ausbildung genossen möglciherweise sogar eine Theologische ausbildung und bist beruflich Psychologe oder sonst irgend wie in Leitender position. was aber sagt die Bibel. nicht den klugen ist sie offenbart, sondern den törichten dieser Welt.

oder wie sind die Hauskirchen. ich hab keinen Komentar gelesen der die Hauskirche rügt die nach programmablauf fragen. Ideen für die Gesaltung usw. Ist das aber nicht genau daqs was die traditionelle Gemeinden auch tun fragen nach ideen für den Programmablauf?

Liess bitte zuerst das buch und dann urteile. ich Jedenfals fand es daher gut, da es zuerst auffordert gott gehorsam zu sein, sein Wort ernst zu nehmen und im Gehorsam zu leben. und erst dann, erst wenn man wirklcih im gehorsam lebt darf man auch finanziellen segen erwarten entsprechend dem gehorsam. das ist nich ein so oberflächliches buch wie die Literatur derjenigen die das wohlstandsevangelium vertreten.

also Lies es und dann urteile danach können wir diskutieren.

Einverstanden? Smile
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