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Jesus kommt sehr bald wieder
#1
Meine Begeisterung für Jesus wird immer größer, je mehr ich darüber nachdenke, dass Er bald wiederkommen wird, um Seine Braut abzuholen!

Gestern bin ich ein einem englischsprachigen News-Channel auf einen Artikel gestossen, der mich sehr angesprochen hat:

http://www.christiantoday.com/article/fulf...ssion/22389.htm

Für alle die den Artikel wegen der Sprache nicht selbst lesen können hier die wichtigsten Punkte:

Die größten evangelikalen Missionsgesellschaften der Welt (Jugend mit einer Mission, Campus Crusade for Christ, Mission America und die Internationale Evangelische Allianz halten gemeinsam eine Serie von globalen Konferenzen ab, die sich nur mit dem Thema Erfüllung des Missionsbefehls beschäftigt.

Einer der Sprecher, Steve Douglass ist sich sicher, dass der Missionsbefehl bis ca. 2019 erfüllt sein wird aus folgenden Gründen:

- Die Aktivitäten und Kraft des Heiligen Geistes im Bereich Mission nehmen exponentiell zu.
- Gebet für Mission hat dramatisch zugenommen
- Christen arbeiten immer mehr im Bereich Mission zusammen
- Die Effizienz der Bibelübersetzer hat in den letzten Jahren stark zugenommen
- Es gibt völlig neue Methoden der Evangelisation. In 2008 gab es weltweit 3 Mio Bekehrungen allein durch das Internet. Der Jesus-Film wird weltweit in über 1.000 Sprachen gezeigt. Missionare benutzen auch SMS und erreichen damit Menschen für Jesus.

Jesus sieht die Erfüllung dieses Auftrags als eine der wichtigsten Voraussetzungen für sein zweites Kommen an. Sind wir bereit mit unseren beschränkten Mitteln, unserer kleinen Kraft dazu beizutragen? Die Hauskirche ist nicht zuletzt eine der wesentlichen Faktoren für die oben beschriebene rasante Entwicklung. Sind wir bereit dafür, dass die Entrückung nach Abschluss des Auftrags zwangläufig kurzfristig stattfinden wird?

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#2
Zitat:Jesus sieht die Erfüllung dieses Auftrags als eine der wichtigsten Voraussetzungen für sein zweites Kommen an.
So? Tut Jesus das? Mal nachschauen....
  • Matthäus 24:14 Und dieses Evangelium des Reiches wird gepredigt werden auf dem ganzen Erdkreis, allen Nationen zu einem Zeugnis, und dann wird das Ende kommen. (Rev. Elb.)[/li]
Ich habe gerade meine Probleme aus einem Statement Jesu, dass zu einem bestimmten Zeitpunkt etwas bestimmtes passiert, eine Voraussetzung dafür zu finden, dass das dort genannte passieren kann.

Dann führst du an:
Zitat:- Die Aktivitäten und Kraft des Heiligen Geistes im Bereich Mission nehmen exponentiell zu.
Welche Aktivitäten des Hlg. Geistes? meinst du die Miracleshows, diverser äußerst fragwürdiger Prediger? Darin kann ich kein zunehmendes Wirken des Hlg. Geistes erkennen. Oder kannst du uns noch andere Beispiele benennen?

Weiter:
Zitat:In 2008 gab es weltweit 3 Mio Bekehrungen allein durch das Internet.
Der Klick auf ein Button auf einer Homepage stellt heute also schon eine Bekehrung statt? Irgendwie war ich der Meinung, dass dazu doch noch eine Menge mehr gehört. Sowas wie Reue, Buße, Lebensveränderung, öffentliches Bekenntnis zu Gott ......

Zitat:Sind wir bereit dafür, dass die Entrückung nach Abschluss des Auftrags zwangläufig kurzfristig stattfinden wird?
Auch hier habe ich gerade Probleme dich zu verstehen. Wie jetzt bereit für die Entrückung sein? Was muss man denn noch einhalten, außer sich zu Christus bekehrt zu haben, um bei der Entrückung auch dabei zu sein? Ich finde dazu nichts weiter in der Bibel. kannst du mir da aushelfen?

Dann lese ich in diesem Artikel:
Zitat:“It’s no accident that we’re meeting together the same week that our new President is inaugurated. We are entering a new phase of world events,” said Mark Anderson, president of Call2All and the Global Pastors Network.
Oha... mal wieder der amerikanische Größenwahn. Da meint der Sprecher wohl, das "auserwählte Volk" Amerika sei ausschlaggebend für die ganze Welt. Ja das sogar mit der Einführung ihres neuen Präsidenten maßgebliche Meilensteine für den ganzen Globus gesetzt würden.
Diese Aussage stammt vom Januar 2009, was wetten wir, dass dieser Prediger seinen neuen Präsidenten heute aus ganz anderen Augen sieht?

In den letzten 2000 Jahren traten immer wieder Christen auf, die sich ganz sicher waren, dass Jesus in den nächsten Jahren kommen würde. Schon in der Bibel finden wir diese Überzeugung z.B. in der jerusalemer Gemeinde und div. Andeutungen in den Briefen. Danach hätte Jesus schon etliche Male kommen müssen, was Er aber nicht tat.

Sollte daher nicht die beständige Anfrage an alle Christen sein, ob sie darum eifern, dass das Reich Gottes sich verbreitet und sollten wir nicht immer in der Erwartung sein, dass Jesus jetzt gleich kommen könnte?
Trotz so manchem Tief das ich erlebt habe, immer noch oder gerade deshalb Christ Cool
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#3
Falls in der Bibel stünde, dass niemand Tag noch Stunde kennte, wäre das hier dann nicht ein Nebenkriegsschauplatz?
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#4
Nicht unbedingt, da die Naherwartung der Wiederkehr Jesu durchaus Einflüsse auf das Verhalten der Christen hat.
Trotz so manchem Tief das ich erlebt habe, immer noch oder gerade deshalb Christ Cool
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#5
Auch wenn dieser Beitrag hier schon sehr alt ist, ich beginne mich hier einmal "einzumischen" als jemand, der sich dem Verständnis des Wissen wollens und nicht nur glauben müssens öffnet.
Charly, ich bin sehr angetan von Deiner Argumentation und Haltung zu derlei "Enthusiasmus" ... hier gilt sicherlich Jesus´ Satz "ich habe euch nie erkannt.
Vor kurzem habe ich ein Buch von Professeor Jacob Needleman gelesen über das "verlorene Christentum", die Sanfte Revolution. Darin sind sehr aufschlussreiche Beiträge und Interviews mit inspirierten Kirchenmännern zu lesen.
Ein interessanter Satz eines Katholischen Paters: es gibt keine Christen oder haben sie schon einen getroffen! Sehr provokant aber für mich ein Ansatz, einer werden zu wollen ... nicht das was wir als Christen zu kennen glauben, sondern mich wirklich Jesus zu nähern ihm im innersten Kern seiner Botschaft zu folgen ... und ich glaube das ist ein Weg sehr großer Einfachheit aber gerade weil er einfach ist, ist er nicht leicht.

Auch glaube ich aus allem, das mir in anderen Weisheiskulturen zugänglich wurde, das wir uns deshalb einer Wiederkunft Jesu nähern, weil sich das Wissen der weltlichen Forschung zunehmend mit dem uralten Wissen zu decken beginnt. Von den Ähnlichkeiten der Johannesoffenbahrung mit der Weltpolitik nicht zu reden ...

Ging es mir anfänglich, was ein Gefühl für die Ernsthaftigkeit beim Glauben (oder besser Wissen) über Jesus anbelangt, wie dem "ungläubigen" Thomas, so aber nur deshalb, weil für mich der Glaube eine Tiefe braucht, die auch den Verstand mit dem sogenannten gesunden Menschenverstand einschliesst. Hier aber gesund in der wahren Bedeutung.
Ist man sich seiner Gefühle so verbunden, dass man ihnen wie es auch im philosophischen Yoga gefordert wird so vertrauensvoll folgen kann, wie Abraham Isaak darbringen mochte, so ist das wahrer Glaube, der mit Wissen eins ist. Da wir aber meist und besonders bei mir war das so (als Mann noch mehr) seiner Gefühlswelt entwöhnt oder beraubt wird in dieser Gesellschaft, ist Glaube bei den meisten von uns nur schwer zu erreichen, wie hier in diesm Beitrag des Tobias, ein wohl enthusiastische Missverständnis.

Das meinte der Pater mit: ich kenne keine Christen ... und für viele würde es übel enden, fürchte ich, wenn Jesus auzuwählen begönne von heute auf morgen ...

Ich denke der Thomas sollte uns ein wichtiges Zeitgemässes Vorbild sein, weil er diese Diskrepanz zwischen Glauben wollen und auch Wissen müssen anspricht ... das ihm Jesus das nicht übel niimmt sondern ihn da an die Hand nimmt ist ein sehr schönes Beispiel seiner bedingungslosen Liebe, allen gegenüber die es ernst meinen mit ihren Fragen und die sich nicht entmutigen lassen ...

Ich mache das seit einiger Zeit auch nicht mehr, mich entmutigen lassen ...
Ich bemühe mich nämlich um etwas, das scheinbar zunächst nicht mit Jesus, dem Vater oder dem Heiligen Geist zu tun zu haben scheint.

Die Gemeinschaftsbildung oder Communitybuilding nach dem americanischen Psychiater Scott Peck meine ich.
Dieses Thema liess mich suchen und auch Euch hier finden, denn ich glaube das Ihr hier um etwas ringt, dass auch sehr einfach ist, aber nicht leicht.
Zu viele Sätze der Bibel sind im heutigen Verständnis und mit den persönlichen Färbungen der verschiedenen Übersetzer einfach nicht im richtigen Kontext verständlich mit unserem Denken. Auch ist die Ernsthaftigkeit hinter dem was Jesus mit" folge mir" meint, etwas das unserem bequemen Leben ein Ende setzen möchte ... "ich bringe Euch das Schwert" ... nicht das des Krieges, nicht das des Gewalt ... das des inneren Kampfes.

Dieser Kampf ist es, den Scott Peck ein Gesicht gegeben und einen Rahmen geschaffen hat.
Hier geht es mit dem Schwert der Selbsterkenntnis in der Spiegelung an den anderen (und besonders denen mit denen man ein Problem hat) um das Verstehen der eigenen unerlösten Seelenanteile und Überformungen aus der Erziehung. Zuerst durch Eltern und Umfeld als Kind und später mit dem eingepflanzten "inneren Zensor" der uns in der Konformität einschliesst. "Liebet Eure Feinde" sagt uns besonders die unangenehmen Projektionen und Verletzungen anzunehmen.
Dies alles in einem geschützten Raum mit Leidenspartnern tun zu können, hat Peck einige einfache Kommunikationsempfehlungen ersonnen.
Und er sagte auch an die Menschen, die sich diesem Weg anheimstellen: Holt Gott mit ins Boot - es rudert sich leichter!
In diesem gemeinsamen Boot, auf dem Weg zu einer authentischen Gemeinschaft, vollzieht sich in der geschützten gegeseitigen Projektion ein langsames "Sterben" all der unechten Anteile der Persönlichkeiten bis hin in eine gemeinsam durchlebte Leere ... wie das Ende all der falschen Egostrukturen am Kreutz. Dem Kreutz der völligen Abrüstung ... dann kommt die Gruppe sozusagen als die "Zwei oder Drei in seinem Namen" zusammen und ER "erscheint unter ihnen".

Das das tatsächlich möglich ist, habe ich bereits viermal mitvollzogen ... danach "übernimmt Gott das Ruder". Wenn diese Gruppe erfolgreich war, hat sie sich tatsächlich "zuerst um das Himmelreich gekümmert" und "alles Andere wird " ihr "dazugegeben"


Nicht umsonst beschreibt Scott Peck die Entstehung des amerikanischen "St. Aloisius Ordens in den Vierzigern des 20.Jh in seinem Buch. Denn die drei Brüder haben die authentischen Gemeinschaft im vollkommenen Konsens der Community of all Leaders schon damals intuitiv aus einem tiefen Verständnis Jesu heraus gelebt und ihren wundervollen Erfolg mit IHM "im Boot" erringen können ...

Wer dies hier liest, kann mich gerne weiter darüber ausfragen Smile denn ich habe es hier sozusagen in den Raum hinein sicherlich sehr unvollkommen beschrieben ... wir, ich und meine Partnerin, suchen schon eine Weile nach den passenden Freunden, so etwas in Frankreich und Deutschland zu initieren ... denn entweder sind Menschen zu ängstlich (aus dem Bauch heraus) diese Kreutzigung der Leere, weg vom Ego zu wagen ... wer will schon seinen "Isaak" auf des Herrn Opferklotz legen ... oder sie wollen es nur als eine esotherisch, energetische Technik betrachten und dann bleibt die Taube des Heiligen Gestes eben nicht unter ihnen ...

Es geht namentlich um Scott Pecks "Gemeinschaftsbildung, der Weg zu authentischer Gemeinschaft" ... in diesem Buch findet Ihr die Zusammenhänge von Peck und mit Zusätzen des deutschen Initiators und Herausgebers Götz Brase versehen.

Und wir leben wie die drei Brüder damals in aller Einfachheit, sozusagen in dem Bemühen, uns in allem "umzukehren" nicht um von Jesus erkannt zu werden sondern ihm einfach Wirklich zu folgen ...
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#6
Hallo Gachmured,

ein interessanter Beitrag. Zwei Dinge bewegen mich beim lesen spontan:
  • Man könnte zu dem Eindruck kommen, dass du davon ausgehst, man müsse sich sein Heil erarbeiten oder es wäre von einer eigenen, fortdauernden Leistung abhängig.
    Das sehe ich ganz und garnicht so. Die einzige Leistung, die der Mensch erbringen muss, um das Heil von Gott zu erfahren, ist sich erfolgreich von Gottes Geist umwerben lassen, sich der Erkenntnis der eigenen Sünde und Sündhaftigkeit im Kontrast zur Heiligkeit und der Person Gottes nicht zu versperren und so auch nicht der Reue, die der Hlg. Geist in unseren Herzen bewirken will. Sich sodann mit der Bitte um Vergebung an Gott zu wenden, in einer Herzenshaltung der Buße/Umkehr. Damit Gott als Gott und alleinigen Herrn anzuerkennen und von nun an IHM zu gehören und zu folgen.Die Heiligung, die du wahrscheinlich ansprichst, sollte dann eine Interaktion zwischen Gott und uns, getrieben aus Liebe sein. Die Heiligung verbessert aber nicht unser Heil oder macht sie irgendwie kompletter.Letztlich bleibt, sich im weiteren Lebenslauf nicht wieder von Gott abzuwenden um sich sogar gegen IHN zu stellen. Wer so bei Gott bleibt, in aller Schwäche, hat sein Heil. Denn dieses ist von Gott abhängig und nicht von irgendeiner frommen Leistung unsererseits.
  • Dein Nachdenken und Bemühen um Gemeinschaft ist ermutigend. Doch es erinnert mich an den Kulturkonflikt, durch den unsere Welt in der Neuzeit läuft. So wie in anderen heutigen Kulturen war es auch in unserer Kultur einmal so, dass der Wert und Sinn des einzelnen Menschen sich nur aus der Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft / Community ergab. Wer darin aber keinen Platz fand und findet, ist auch als Mensch nicht vollständig oder sogar unwert.
    Heute aber sind wir in der westlichen Welt von dem Wert des Individuum überzeugt und sogar unser Grundgesetz stellt die Würde des einzelnen Menschen fest. Meiner Meinung nach ist dies in der völligen Übereinstimmung mit der Sicht Gottes auf uns Menschen, so wie es uns die Bibel schildert.
    Hat früher die Kirche gelehrt (sie tut es zT heute noch) das der Christ nur als Teil der Kirche errettet werden könne, lehrt uns die Bibel sehr deutlich, dass Gott jeden einzelnen Menschen liebt und annimmt. Das er diese geliebten Menschen auch in eine Gemeinschaft der Christen ruft, ist seiner Liebe und individuellen Erlösung nachgeordnet - also auch nicht Heilsnotwendig, wenn doch aber wichtig für den Weg der Heiligung.
    Die Gemeinschaft der Christen ist laut Bibel eine Freiwilligengemeinschaft und nicht zwingend. Eine Gruppenzugehörigkeit wird positiv gesehen, wenn die Gruppe auch die Freiheit Gottes lebt. Die Gemeinschaft der Christen hat sich, wie jede menschliche Gemeinschaft, in seinen Stärken, Schwächen und sogar in seinen Gefahren dargestellt. So bin ich selbst heute an dem Punkt, dass ich wohlwollend aber kritisch auf die konkret gelebte Gemeinschaft schaue. Ich mag es nicht, wenn diese in ihrer Wichtigkeit überhöht wird, weil sie damit tatsächlich der eigentlich wichtigen individuellen Gemeinschaft mit Gott erheblich bis massiv im Weg stehen kann.
    Diese gottgewollte Gemeinschaft zu leben, die uns zur Nachfolge ermuntert und freisetzt, die uns zu Gott hin trägt und in Christus wachsen lässt, ist, wie du es schreibst, recht einfach und doch so schwierig. Schwierig, weil wir Menschen uns dabei so gerne mit unserem Prägungen und Denken gegenseitig im Wege stehen. Gerade die Einfachheit der Gemeinschaft fällt den Meisten weit schwerer als in einem Programmkonstrukt einen Platz zu finden.
Was denkst du zu meinen Gedanken?
Trotz so manchem Tief das ich erlebt habe, immer noch oder gerade deshalb Christ Cool
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#7
Da haben wir schon den Fall der Überformung, lieber Charly.

ganz erstaunt lese ich gerade Deine Stellungnahme Smile auch wenn ich mich nicht verstanden sehe, ich hatte diese Befürchtung ja angedeutet.
Mit Überformung meine ich in Deiner Sicht auf das angesprochen Thema, das Verständnis von Gott und uns extrem weit unter ihm als Sünder, die zu bereuen haben ...

Das ist für mich sehr traditionell und von der Kirche geformt, die Machtinstrument der Unterdrückung war.
Da sehe ich einen Widerspruch auch, wenn Du dann sagst, wir haben NIchts zu tun als ... und dann aber doch, etwas tun sollen, dass überall mit unendlichen immer gleichen Worten beschrieben wird. Umkehr, Busse, Reue von Herzen ... Wie soll das funktionieren so einfach, aus der üblichen Hybris (unsrere materiell weltlichen Selbstbezogenheit) heraus, der normalen Form der Überformung der Seele, auch Maya im Yoga. Wir können nicht enifach einen Schalter umlegen ... oder gehen so in emotionalen Umschwung, dass so etwas dabei herauskommt, wie hier Anfangs der Tobias ... und wo ist er nun (abgewand?  hoffendlich nicht ganz)
Ohne ein wirkliches Selbst-erkennen, können wir uns vielleicht durch Selbstsuggestion zu einer Form von Glauben wollen hinbewegen, aber für mein Verstehen ist das nicht, was Gott sich von uns tatsächlich wünscht.

Ich versuchte es ja schon zu beschreiben aus meinem Verständnis.

Bevor ich sage, was ich eben doch sehe, dass wir tun müssen, um durch die "schmale Pforte" zu gehen, damit uns Gott als zugewandt erkennen kann, möchte ich noch mit dem Thema Sünde und Sünder aus meiner Sicht "aufräumen" ... ich sehe zwei Arten von Sünde: die erste ist eine, die nichts mit Gut und Böse zu tun hat und das ist die Absonderung. Ihr unterliegt alles materielle von den Elementarteilchen angefangen bis hin zu unserem Leib und das verstehe ich unter dem Menschensohn und dieser Sünde können wir uns ohnehin nicht entledigen, das kann nur Gott (erlauben) ...
und zu der Sünde, die wir zu verantworten haben, für die meines Verstehens nach Christus als Opferlamm durch den physischen Tod ins geistige Leben ging, hier denke und glaube ich (nicht aus mir allein heraus) das Jesus uns alle potenziell (nach dem Prinzip: Freier Wille) als Jünger und Brüder sieht und mit seinem Opfer erhoben hat, so dass wir nicht mehr ganz da unten als reuige, auf Knien rutschende Sünder schmachten ...
Vielmehr macht er uns Mut einfach die Fenster zu öffnen und das Licht Gottes,  das als seine Liebe immer da ist, endlich herein zulassen zu uns.

Aber das ist es was so einfach erscheint aber schwer ist, diese Fenster sind völlig verrostet und verklemmt ...
mit dem Rost der Gewohnheit, der Obsessionen und der Konditionierung, die wir im Überleben von Kind an als Seelenpanzer uns zulegten und weiter zulegen.Und schön pflegen bis hin zu den Essgewohnheiten und sogennnaten Nahrungsmitteln, die uns fett lahm und träge werden lassen und zu dem was Jesus nicht im Munde behalten will machen ...

Es ist einerseits also ganz einfach: nur Fenster öffnen und Gottes Licht, seine Liebe kann uns umstrahlen.
Es ist aber schwer: die Fenster sind sehr verkrustet wir können sie nicht einfach so öffnen.
Aber Gottes alles einschliessende Weisheit hat dies als Sicherheit eingerichtet, denn wir als abgesonderte Wesen können nicht die Reinheit seines "Reiches" betreten ohne diese Sonderung (Trennung) zu überwinden ... würden sonst in den offenen Fenster in seinem Licht verbrennen (dies wird schon bei Mose gesagt)
Also haben wir diese Verkrustungen abzuarbeiten, uns auch zu reinigen und aus der Trennung der Absondereung  heraustreten und uns wenden.

Aber das versuche ich hier deutlich zu machen, So wie wir sind, können wir uns nicht frei entscheiden für oder gegen Gott ... eine Arbeit ist dafür zu leisten, die emotionale Abrüstung. Das Heraustreten aus der Angst und da komme ich wieder auf den Prozess von Scott Peck.
Dieses Anstreben der "Leere " das auch bei diesem Prozess zentrale Bedutung hat bevor wir überhaupt frei entscheiden können (sehend werden) ist in allen Heiligen Schulen der Völker von höchster Bedeutung, denn sie ist die Enge Pforte und dahin schaffen wir den Weg nicht so ohne Weiteres allein, dazu ist es notwendig, was schon die Griechen wussten "Mesch erkenne Dich selbst" und ich sage mal dazu: dann werden wir auch vom Herrn und Vater "erkannt"

Jesus spricht immer zur Gruppe selten zu einzelnen er mahnt zu den "zwei oder drei" ...

Es ist auch ein wichtiger Satz, der in der Gemeinschaftsbildung nach Peck von Bedeutung ist: das Weg vom Individualismus, aber hin zur Individualität als dem Ausdruck Gottes unendlicher Vielfalt in jedem einzelnen von uns, der durch das Ablegen der Überformungen und Verkrustungen überhaup erst den Menschen als Kind Gottes sichtbar werden lässt.
Ein solches Erwachen innerhalb des Prozesses, weil die Teilnehmer dabei ihre Projektionen aneinander erkennen und abzulegen beginnen, ist es, das es macht, dass ER beginnt mitten unter ihnen zu erscheinen als Liebe in ihrer schönsten Form.

Es geht mir nicht darum Dir oder jemanden anderen seine für ihn oder Sie richtige Art mit Gott in Kontakt zu sein abzuwerten, bitte mich richtig zu verstehen ...nämlich damit, dass es mir darum geht, eine Anregung zu geben, was uns fehlt, uns wirklich frei und wach mit ganzem Herzen öffnen zu können ohne Klimmzüge unechte Kniefälle oder Selbstsuggestion ... nicht im " Glauben" sollen, wollen oder müssen, im Glauben können weil wissen - wirklich aus dem Herzen ... ich denke nichts mehr und nichts weniger ist Sein Wille ...

Heart
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#8
Hallo Gachmured,

ich denke, ich berichte dir zunächst einmal, warum ich überhaupt und 38 Jahre später immer noch Christ bin.

Ich bin ohne eine religiöse oder irgendwie spirituelle Prägung aufgewachsen. Glaube hat mich schlicht nicht interessiert. Mit der zunehmenden Erkenntnis über das echte Leben war meine Überzeugung mit ca. 17-18 Jahren, dass Religion folgendermaßen einzuordnen sei:
Die jungen Menschen fliehen mit Drogen vor der Welt, Vattern säuft sich die Hucke voll, Mutter nimmt Pillen (Mothers little Helpers) und Oma geht in die Kirche. Alles nur Flucht vor dem, was Leben wirklich ist.
Dann traf ich auf junge Christen, die für mich interessant waren, aber sonst auch nix. Aber dadurch ergab sich eine spezielle Situation, in der ich es fair erachtete, einen hypothetisch existierenden Gott ein "Sorry, nichts für Ungut" entgegenzubringen. Sprich: ich war an dem Punkt zumindest bereit anzunehmen, dass es für diese Christen einen solchen Gott geben mag. Mehr aber auch nicht. Also setzte ich mich irgendwo in die Sonne und sprach in Gedanken Gott also in dieser Art an. Ich hatte Niemanden irgendwie angedeutet, dass ich das vorhatte, so unterblieb auch da jegliche Beeinflussung durch Andere. Zu meinem baffen Erstaunen antwortete dieser Gott mir und ich erlebte für einen wirklich kurzen Moment einen, wie ich heute weiß, Hauch Seiner Präsenz, Heiligkeit, Herrlichkeit und Barmherzigkeit. Glaub mir, ab diesem Moment erscheint mir ein solches intellektuelles Herumgehampel über Gott, wie du es mir hier zu präsentieren scheinst, eher als armes Abziehbild des wahren Gottes, der uns gerne begegnet, wenn wir es denn zulassen wollen.
In dem Moment ergibt sich alles philosophieren und theologisieren als enorm schwaches Glimmen menschlichen Denkens. Wer Gott nur Ansatzweise selbst erfährt, wird nicht mehr über solchen Dinge wie unseren Stand vor Gott diskutieren müssen. Eins wird da sofort überaus klar: Dass Gott so unfassbar größer ist wie wir es erahnen können und dass wir tatsächlich und ohne jede Diskussion vor Ihm schuldig sind. Gleichzeitig wird auch klar, dass das Gnadenangebot durch Jesus nicht solch ein Selbstbedienungsramschladen ist, wie es uns so manche Theologen und esoterisch angehauchte Selbsterlöser weiß machen wollen. (Und wie es auch aus deinen Worten für mich herausklingt.) Dir muss dann Niemand erst langatmig erklären müssen, warum du nun den Weg der Buße gehen musst. In dieser Erfahrung ist diese Buße auch alles andere als ein herumkriechen auf Knien, sondern die fast unbeschreibliche Erfahrung der Erlösung, der Gnade, des Heraushebens aus den Verstrickungen der Sünde. (Ja ich weiß, ich verwende zT altbekannte Ausdrucksweisen, weil sie tatsächlich in der Lage sind, das kaum fassbare etwas in das Beschreibbare zu transportieren.) Und ja, die Erlösung durch Jesus muss individuell erfahren werden und steht eben nicht allgemeingültig ohne den entsprechenden Preis der Selbsterkenntnis für alle zur Verfügung, die sich ihre selbst gebastelte Religion zurechtlegen wollen, um sich vor genau dieser Erkenntnis: ein Sünder zu sein, der der Erlösung bedarf, drücken wollen. Nein, nicht Theologisieren, kein Philosophieren, keine Meditationsübung, keine menschliche Gemeinschaft wird dich Erlösen. Nur die echte Begegnung mit Gott/Jesus, die dann auch zur Buße, zur Umkehr führt kann das bewirken.

In den nun 38 Jahren, die ich in mehr oder weniger vitaler Gemeinschaft mit Gott lebe, haben sich für mich viele kirchlichen Lehren als unausgegoren, halbwahr bis gelogen herausgestellt. Meine Erlebnisse mit dem Bodenpersonal hätten wiederholt allemal gereicht, mich von all dem abzuwenden. Doch deshalb bin ich nicht Christ. Ich bin Christ, weil ich Gott kennengelernt und in so vielen Gelegenheiten erlebe und erlebt habe. Ich bin immer noch ein leidenschaftlicher und hingegebener Christ, weil Gott Gott ist und sich in Allem als wirklich wahr, zuverlässig und treu erwiesen hat.

Und natürlich Nein, ich bin selbstverständlich nicht im Vollbesitz der Erkenntnis. Ja, auch ich kenne bisher nur vergleichbar wenig von unserem Gott. Ja, ich lerne gerne aus den Erfahrungen und Traditionen anderer Christen - so sie denn welche sind und nicht nur eine esoterisch verbrämte Spiritualität vertreten.

So erscheint mir Beides, was du uns hier schilderst, als ein sehr menschlicher, sehr schwacher Versuch Erlösung außerhalb des Erlösungsangebots Gottes zu erreichen. (Perverser Weise wird hier sogar das tatsächliche Erlösungsangebot in einer verdrehten Form als Bestandteil der Lüge eingebunden. Fürchterlich!) Eins habe ich ganz sicher in all den Jahren gelernt: Menschen sind ein unglaublich schlechter Spiegel und oft eine unglaublich schlechte Hilfe auf dem Weg zur Selbsterkenntnis im Vergleich zu dem Gegenüber in Gott selbst. Und desto mehr diese Suche nach Selbsterkenntnis in Menschengruppen transportiert wird, um so primitiver und verfälschter ist das Ergebnis. Meiner Erkenntnis und Erfahrung nach, können Gruppen nur sehr oberflächlich Erkenntnis über mich selbst liefern, bis hin zu Gruppendynamiken, die alle echte Selbsterkenntnis schon im Keim ersticken. Das heißt nicht, dass wir Gruppen nicht bräuchten, das ganz sicher nicht. Aber solche sollen Weggefährten sein und kein Erlösungsangebot.

Also Gachmured, es beeindruckt mich herzlich wenig, was du uns hier zu schildern scheinst. Es erweckt bei mir höchstens den Eindruck, dass du dir, mit deiner seltsamen Theologie, mächtig selbst im Wege stehst. Wenn du Gott tatsächlich suchst, wirst du ihn so ganz sicher nicht finden! Ja, stimmt, sich Gott tatsächlich zu stellen tut weh, sehr weh sogar. Die Erkenntnis, wer wir vor Gott wirklich sind, erschüttert uns bis in die tiefsten Tiefen unserer Selbst. Das muss es auch, Nur so überwindest du die menschliche Arroganz sich selbst ein Gott zu sein.
Trotz so manchem Tief das ich erlebt habe, immer noch oder gerade deshalb Christ Cool
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#9
Ich habe meine Antwort gelöscht, da ich denke, Deine Ausführungen sprechen für sich selbst ...

Eine Diskussion bedarf der gedanklichen Offenheit ... Offenheit für alle die dies zu sein sich bemühen ...

ob einem deren Sicht gerade passt oder nicht.

Du beherrscht ja nichtmal den wichtigsten Satz Jesu ...

Und sprich niemals in der Wirform Deine Meinung aus ... oder bist Du eine Gruppe?

Die Gruppen von denen Du enttäuscht bist sind ja genau jene Normalform, deren Transformation nötig und möglich ist.

Aber davor haben alle Angst nicht nur Du.
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#10
Hallo Gachmured,

interessant oder? Irgendwie beobachte ich immer ähnliches. Bei solchen Leuten, die eine sehr spezielle Theologie vertreten, scheint damit auch immer eine hohe Empfindlichkeit vorzuherrschen, wenn man dieser Theologie offen widerspricht. Statt nun mit einer guten Argumentation zu erwidern, kommt Ruck Zuck der beleidigte Rückzug. Was für mich völlig unverständlich ist. Wenn ich doch so von etwas überzeugt bin, werde ich doch wohl auch treffende Argumente haben. Wenn ich die nicht habe, warum sollte ich dann davon überzeugt sein? Ich kann das schlicht nicht nachvollziehen. Mag sein, weil ich eher ein "Entweder - Oder"-Typ bin. Entweder ich bin überzeugt, dann auch ganz oder ich bin nicht überzeugt dann lebe ich dies auch komplett nicht.

Gedankliche Offenheit ist nicht mit einer gedanklichen Beliebigkeit gleichzusetzen. Ich denke mal, darin stimmen wir überein, oder? Das ich dir nun meine Seite offen geschildert habe, kannst du als Einladung verstehen oder dich zurückziehen - das liegt ganz bei dir. Ich bin sehr offen für gute Argumente. Doch gute Argumente dürfen und müssen auch diskutiert, geschliffen und geprüft werden. Sind sie gut, überstehen sie diesen Prozess locker. Wenn nicht, waren sie schlicht nicht gut Wink
Also, bringe gute Argumente, du wirst finden, dass ich mich mit diesen tatsächlich auseinandersetze.

Nö, natürlich bin ich keine Gruppe - wäre ja auch albern Wink Aber ich bin bei weitem nicht alleine mit meiner Erfahrung und von daher kann ich gelassen in bestimmten Punkten auch ein "wir" aussprechen Wink

Ich habe also Angst vor einer Transfomation von Gruppen? Ich jetzt? Aha .... finde ich jetzt spannend weil ich gerade von einer solchen Angst überhaupt nicht beseelt bin. Wovor sollte ich da auch Angst haben?
Trotz so manchem Tief das ich erlebt habe, immer noch oder gerade deshalb Christ Cool
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