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Wie deckt ihr die Unkosten der Hausgemeinde?
#1
Mich interessiert, wie ihr die Unkosten der Hausgemeinde deckt! Ich denke, bei so etwas sollte es direkt am Anfang klare Absprachen geben.
Wir treffen uns immer hier und wir stellen Getränke zur Verfügung, andere bringen Knabberzeug mit. Als wir - damal noch Hauskreis - andere zu einem Festessen einluden, blieb mir nur Fleich kaufen und kochen. Alles andere brachten die beiden anderen Frauen mit.
In unserer früheren Hausgemeinde war es ähnlich und wir finanzierten gemeinsam die Materialien und Geschenke, die wir für unseren ehrenamtlichen Dienst in Osteuropa benötigten. Wir legten damals auch ein Gehalt für eine Mitarbeiterin einer neuen Gemeinde in Bulgarien zusammen. Das gab nie ein Problem. Wir kauften Flyer zum Verteilen und eine Frau verwaltete die kleine " Kasse ".
Aber wir erlebten es auch anders. Zu Beginn unserer Hausgottesdienste, kochte ich anschließend immer Kaffee. In einem Jahr benötigte ich 3 Kaffeemaschinen wegen der großen Belastung. Dann waren Leute, die sich Tee bestellten. Nie brachte jemand etwas mit. Irgendwann begann ich mch zu ärgern und als dann eine Frau fragte, wo eine Steckdose ist, sie wolle alles aufnehmen und sie spare dann Batterie, kochte ich innerlich über. Aus diesem Grund halte ich klare Absprachen für notwendig.
Habt ihr solche getroffen? Geht ihr von einem Haus zum anderen, damit jeder mal Gastgeber ist und für den Imbiss sorgt? Wer besorgt bei euch Flyer, Werbematerial?
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#2
Wie ich über UNkosten denke? Da denke ich, dass einem nichts besseres passieren kann als UNkosten, weil es ja KEINE Kosten sind Wink (Tschudligung, ist natürlich ein Scherz Big Grin )

Also wir haben es immer so gehalten, dass Jeder aufgefordert ist, etwas mitzubringen und es war immer soviel da, dass es auch nichts ausmachte, wenn mal Jemand nichts mitgebracht hat.
Wenn man ein offenes Haus haben will, dann muss man auch wissen, dass damit auch im gewissen Maße Kosten verbunden sind. Wer die zu tragen nicht bereit ist, ist eigentlich auch nicht bereit ein offenes Haus zu haben.

Ich würde dazu raten, keine Kasse anzulegen. Nicht nur deshalb, weil dann schon das Finanzamt darauf schielt, sondern weil damit auch oft Ärger verbunden ist. Will man als Gruppe etwas, wie zB Flyer, kaufen, legt man halt speziell dafür zusammen. Geht etwas durch den gemeinsamen Gebrauch kaputt, dann legt man auch dafür zusammen. Wenn die Gemeinschaft halbwegs gut funktioniert, funktioniert auch das.

Denke andererseits mal über euren möglichen Zehnten nach. Lebt ihr Hausgemeinde, dann gehört ihr ja nicht mehr zu einer inst. Gemeinde, an die sonst der Zehnte üblicherweise geht. Wir überweisen zB jeden Monat unseren Zehnten auf ein spezielles Konto von uns. Davon nehmen wir um solche Kosten zu tragen und Bedürftigen zu helfen, etc. Ergebnis: Irgendwie wird dieses Konto immer voller, obwohl wir großzügig davon abgeben. Als wir noch Mitglieder inst. Gemeinden waren, haben wir uns damit abgefunden, dass jeden Monat reichlich Geld dort verdunstet ist. Nun sind wir nicht mehr dort. Vernachlässigen wir deshalb dann unsere finanziellen Gaben an Gott?
Trotz so manchem Tief das ich erlebt habe, immer noch oder gerade deshalb Christ Cool
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#3
Charly,
mit der offiziellen Kasse hast du Recht. Wir finanzierten damals gemeinsam ein Gehalt in Bulgarien und das sammelte unsere Älteste, dann kauften wir bulgarische Bibeln.....eine " Dauerkasse" gab es natürlich nicht.
Abgesehen davon, dass mir schon 1982 ein Rabbiner klar machte, dass der Zehnte keine biblische Grundlage hat, sehen wir es so, dass wir freigiebig sein sollen. Sogar als Hauskreis legten wir für Missionare in einem muslimischen Land desöfteren etwas zusammen. Nun haben natürlich unsere Kinder Vorrang, die ihren Dienst aus immer knapper werdenden Ersparnissen finanzieren und auch ihre Projekte mit den armen Waisen selbst bezahlen in China. Also, ich denke, gute Werke gibt es überall, die unsere Hilfe benötigen, Ichtys-Radio, evangelistische Arbeit... ich muss wieder etwas arbeiten bei all den ehrenamlichen Diensten, die finanziert werden müssen. Den Zehnten anzusparen, kennen wir nicht. Aber ich würde jeden warnen, der Kredite aufnimmt, um den Zehnten vom Brutto irgendwohin geben zu können, wie Roland Klutschewski es in seinem Bucht schreibt. Was er berichtet ist tatsächlich geschehen und ich weiß, dass Menschen sich arg verschuldet haben. Gott liebt einen fröhlichen Geber, aber er liebt auch Besonnenheit. Wieviel man abgeben sollte, war das letzte Thema in unserer Hausgemeinde.
Auch wer ein offenes Haus hat, sollte rechnen, sei denn der Herr hat speziell gesagt, man solle alles geben. Zu Zeiten unserer früheren Hausgemeinde hatten wir sehr sehr viele Gäste hier wohnen, die geistlich auftanken wollten, bulgarische Leiter, die sich erfrischen wollten, manchmal wochenlang bis zu 3 Personen musste unsere 3-köpfige Familie mitdurchbringen und nie beteiligte sich jemand an den Unkosten. Wenn bilgarische Leiter in der Hausgemeinde sprachen und wir gemeinsam essen wollten, tauchte mehrfach eine winzige Gemeinde mit etwa 12 Leuten auf und 3 Familien mussten das Essen bezahlen für eine riesige Gruppe. Diese Leute sagten, sie gäben ja ihr Geld in ihre Gemeinde, bei uns wollten sie Gast sein. Das war der Grund, dass unsere Älteste alles hinwarf und ich dann die Gemeinde aufgab, um Geld zu verdienen, damit wir die hohen Energiekosten durch die vielen Leute aufbrigen konnten. Ich prüfe somit genau, was machbar ist in einem offenen Haus, es gibt immer Leute, die einen ausnutzen. Waldemar Sardaczuk sagt immer, wer klug ist, kann rechen. Aber anscheinend tun manche das nicht. Offenes Haus bedeutet also nicht sich ausnutzen zu lassen.
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#4
Weißt du, es ist mir sowas von Egal, ob wer meint, der Zehnte hätte eine biblische Grundlage oder nicht. Der Zehnte ist für uns kein Fron oder Sklavenakt, sondern ein Bedürfnis. Also, wer lieber Ausreden sucht, Gott sein Geld nicht zur Verfügung zu stellen, der möge das halt tun. Wer Schindluder mit dem Zehnten Anderer betreibt, wird sich dafür vor Gott verantworten müssen und ggf auch vor irdischen Gerichten. Mich langweilt das nur noch.

Wenn ihr Leute aufnehmt und die Kosten nicht gestemmt bekommt, solltet ihr schlicht nicht soviel Leute aufnehmen. Wenn Andere euch darin unterstützen wollen, weil sie eure Gastfreundschaft schätzen, ist das doch eine schöne Sache. Wenn nicht, ist es Schade. Gastfreundschaft ist das eine, Schmarotzer zu bedienen, wohl etwas anderes. Wenn Jemand als Hausherr sein Haus öffnet, dann behält er trotzdem sein Bestimmungsrecht. Wer sich nicht ordentlich benehmen will oder gar die Gastfreundschaft ausnutzen will, den schmeiß einfach raus.
Ludgera schrieb:Offenes Haus bedeutet also nicht sich ausnutzen zu lassen.
Stimmt! Da sind wir ganz einig Smile
Trotz so manchem Tief das ich erlebt habe, immer noch oder gerade deshalb Christ Cool
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#5
Charly,
kennst du Leute, die Ausreden suchen, um nichts zu geben? Die Leute, mit denen wir hier Kontakt haben, geben alle irgendwo und die eine Hand braucht nicht zu wissen, was die andere tut. Mich interessiert auch nicht, wer wo gibt, das muss jeder vor Gott verantworten. Ich kenne Leute, die genau 10% ausrechnen, wenn Gott es ihnen sagt, ist das doch ok. Wer hat, kann geben, wer nicht hat, sollte keine Kredite aufnehmen, ich hörte da von viel Not, weil Menschen die Botschaft vom Saatglauben hörten. Säe 100€ und du bekommst 100-fach mehr zurück. Das funktionierte nicht, weil das Herz nicht involviert war.

Genau das schrieb ich ja. Manchmal muss man aufpassen, dass man nicht zuviel gibt, z.B. 30 - 50% und dann selbst Not bekommt. Wir haben gelernt, Grenzen zu setzen und das halte ich für wichtig. Wenn z.B. jemand weiter gefahren werden will, werde ich in Zukunft sagen, was es kostet u.s.w. Es gibt Menschen, die gern andere ausnutzen und da braucht jeder viel Weisheit. Es kann auch sein, dass man gerade dadurch einen zu Jesus führen kann. Der Draht nach oben ist wichtig.
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#6
Ob ich Christen kenne, die Ausreden suchen um nichts geben zu müssen? Es laufen mir viel zu viele, viel zu oft über den Weg Sad

Mir ging es eher um diesen ewigen Streit um den Zehnten, der ermüdet mich nur noch.
Sehe ich mich unter Christen um, sehe ich an viel zu vielen Stellen zwei Dinge in Bezug auf Finanzen:
  • Christen, die genauso viele Schulden haben, wie der Durchschnitt der Menschen in der Welt
  • Christen, die ihr Geld bunkern, nur für sich verwenden wollen und sich dem verweigern, dass Gott auch mit deren Geld Anderen helfen oder Dinge finanzieren möchte
Das ist einfach nur traurig. Sad Sich dann noch Scheingefechte zu leisten, ob der Zehnte auch Neutestatmentlich oder lediglich Alttestamentlich oder gar ganz unbiblisch sei, finde ich heute nur noch albern.

Natürlich gibt es dann auch die, deren Gebefreudigkeit ausgenutzt wird. Das ist dann die andere Seite der unrühmlichen Medaille. Daher ist es wichtig im Geben auch Grenzen zu setzen. Und es so zu halten, wie es Paulus geschrieben hat:
2 Korinther 9:7 Jeder gebe, wie er sich in seinem Herzen vorgenommen hat: nicht mit Verdruß oder aus Zwang, denn einen fröhlichen Geber liebt Gott. (Rev.Elb.)

Solche Geschichten wie: einen Kredit aufnehmen um seiner Gemeinde den "Zehnten" zu bezahlen, fallen bei mir lediglich unter geistlichen Missbrauch. Und dabei sollten wir ehrlich sein: das sind sehr unrühmliche Ausnahmen und keineswegs der Regelfall. Es ist schon schlimm genug, welche Summen in inst. Gemeinden "verdunsten". Aber geistl. Missbrauch ist schlimmer.

Was deine ursprüngliche Frage betrifft, so denke ich, wir sollten bei Gott lernen gerne zu geben, und das in dem Rahmen, den Gott uns ermöglicht. Nein zu sagen, gehört auch dazu.
Trotz so manchem Tief das ich erlebt habe, immer noch oder gerade deshalb Christ Cool
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#7
Hallo Ludgera,

ich denke es ist auch eine Sache in welchen Rahmen manche Dinge dann sind. Das Beisammensein in der HG kann, wie du ja schon sagtes, durchaus von den Teilnehmern leicht getragen werden. Da geht es dann ggfs. auch nur um Kaffee und Beilagen.

Bewirtung mehrerer Personen und Gehälter finanzieren ist da schon ein ganz anderer Schuh der organisiert sein will. Dafür würde ich in der Tat auch auf die Bremse treten und ich glaube auch nicht, das dies etwas mit der Gebefreundlichkeit der Gemeinschaft als solches zu tun hat, egal ob der Zehnte oder freigiebig.

Es gibt logischerweise einen Rahmen der das Machbare und mögliche übersteigt, dann muss die Gemeinschaft darüber reden und gemeinsame Entscheidungen treffen. Es sollte nicht einfach an den Gastgebern hängen bleiben, gewohnheitsmäßig wird sich nämlich keiner (oder kaum einer) Gedanken machen, weil alle denken es läuft alles prima.

Die Folgen sind dann Frust und wie du geschildert hast, sogar teilweise aufgeben und arbeiten gehen.

Wir sollen sicher gute Haushalter sein und auch klug und besonnen, bestimmte Dinge fordern aber alle heraus. Das kann auch dazu führen, dass es dann Beschränkungen geben muss. Z. B. das dann nicht ganz so viele Personen bewirtet werden können oder sie auf mehrere Träger umgelegt werden.

Bernd

Hallo Charly,

ich finde es schon wichtig herauszustellen was der Zehnte heute bedeutet, zum einen weil es eine Aussage der Bibel ist und somit gelehrt werden muss, und zum anderen die Frage nach den Umgang damit.

Für mich ist er ohne jeden Zweifel ein alttestamentarisches Gesetz, welches sich im NT nicht bestätigt. Es ist aber für mich ok, wenn jemand für sich das Geben so halten möchte.

Ihn aber als noch gültig zu lehren halte ich für falsch, dass kommt in etwa der Streitigkeit gleich, die es um die Beschneidung hatte und damals von einigen Juden als heilsentscheidend geglaubt wurde.

Wir wissen, die Apopstel hatten dies verworfen, aber mit der Lehre über den Zehnten passiert heute oft das Selbe. Ich habe schon Predigten gehört, wo man gesagt bekommt, dass man unter dem Fluch des Geldes steht wenn man seinen Zehnten nicht bezahlt.

Bis hin zu Ausagen wie schon erwähnt wurde, dass man mehrfach zurückbekommt. Das Geben sollte aber nicht der eigenen Geldvermehrung dienen, sondern dem Reich Gottes. Außerdem kann das Geben in verschiedener Weise geschehen, so ist ein Dienst (egal welcher Art) auch ein Geben und verdient Respekt.

Die Bibel spricht auch davon, das, wer am Evangelium dient sogar davon leben soll.

1. Kor. 9,14
So hat auch der Herr verordnet, dass die, welche das Evangelium verkündigen, vom Evangelium leben sollen.
Quelle: Elberfelder

Wie viele die am Wort und am Reich Gottes dienen werden nicht bezahlt? Oft wird sogar einfach erwartet und vorausgesetzt, dass man für das Reich Gottes umsonst arbeitet.

In bestimmten Bereichen oder Größenordnungen funktioniert das aber nicht und braucht klare Entscheidungen und Haltungen. Segen kommt nicht allein aus der Haltung des Gebens und eine gesegnete Arbeit nicht allein aus Gebet.

Die Umstände sind zu berücksichtigen, denn wie uns schon die Sendschreiben lehren, können diese sehr unterschiedlich sein.
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#8
Bernd,
du magst Recht haben, die Leute denken gar nicht, dass ein Auto nicht mit Wasser fährt oder eine 3-köpfige Familie, die länger 3 Leute beherbergt, doppelte Kosten hat. Es kann schwer fallen, aber notwendig sein, auf die Bremse zu treten. Ich musste das lernen.
Sehr dankbar waren wir für Hauskreis/ - Gemeinde, für ihre Hilfe nach unserer Adoption. Gott legte uns aufs Herz ein Kind aus Russland zu adoptieren, wir nahmen jeden Job an, um die 20000€, die das kostete, zusammen zu bekommen. Geschwister halfen bei Einrichtung, Kleidung, Spielzeug, nahmen mir sogar einige Male das Kind ab, wenn meine Kraft am Ende war. Wir fühlten uns wirklich gestützt auch geistlich. Früher waren wir immer für andere da, als wir Hife brauchten, bekamen wir sie. So sollte Gemeinde Jesu funktionieren.
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#9
Hallo Bernd,

sei mir nicht böse, aber wie geschrieben: ich bin es müde über den Zehnten zu diskutieren.

Wer kein Problem damit hat, dass Gott auch Herr über die Finanzen ist, der braucht keine Lehre oder irgendeinen Druck um Gebebereit zu sein. Den wird irgendeine Lehre über den Zehnten auch kaum nennenswert unter Druck bringen.
Das inst. Gemeinden immer nur gerade so mit den Finanzen auskommen, ist Bestandteil dieses Systems. Aber davon haben wir uns doch verabschiedet, oder?

Ich habe eine klare Haltung zu der Lehre über den Zehnten, aber ich habe keinerlei Lust mehr, darüber zu diskutieren. Ich diskutiere lieber darüber, welchen Segen man erfahren kann - nicht zwangsläufig muss - wenn man von Gott Großzügigkeit und Gebebereitschaft lernt.

Was ich ganz deutlich beklage, ist die Schmaroztermentalität, die so viele Christen der westl. Welt an den Tag legen. Sie konsumieren liebend gerne die Dienste anderer Geschwister. Aber diese dann wie laut folgendem Vers deutlich zu sehen, an deren Gütern Anteil haben zu lassen, solche Christen ggf auch durch ihren Dienst ein finanzielles Auskommen zu ermöglichen, dazu sind sie zu geizig.
Galater 6:6 Wer im Wort unterwiesen wird, gebe aber dem Unterweisenden an allen Gütern Anteil! (Rev.Elb.)
Aber diese Mentalität zeigt sich ja schon oft in solchen Kleinigkeiten, wie selbst mal ne Packung Kaffee oder Tee, etc. zum gemeinsamen Treffen beizusteuern. Traurig genug.
Trotz so manchem Tief das ich erlebt habe, immer noch oder gerade deshalb Christ Cool
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#10
Hallo Charly,

wie man sieht haben wir alle so unserer Erfahrungen. Wink

Was mich persönlich bedrückt, ist das Verlassen der ersten Liebe in den Gemeinden. Da ist sehr vieles nur aufs Geld und Spenden ausgelegt und man bedient sich heute dazu auch professioneller Mittel.

Da werden Missionare und Dienste gewürdigt und man sammelt bereitwillig Opfer dafür und das ist auch ok. Aber warum tun wir nicht das Selbe für Menschen in Not, die grade nicht ihre Stromnachzahlung berappen können, oder um sie Schuldenfrei zu machen?

Solche Opfer werden nicht eingesammelt und man glaubt hier besonders pietätvoll handeln zu müssen, sprich hinter geschlossenen Türen. Dabei kommt dann ebenso oft heraus, dass Leute eine Situation beurteilen in der sie selbst noch nie gesteckt haben und oberflächliche Betrachtungsweisen und weltliche Hirachien, den in Not geratenen Leuten mehr zusetzen, als wenn man kurzerhand ein Opfer für sie gesammelt hätte.

Einen fröhlichen Geber hat Gott lieb, wenn aber die Verantwortung für die gemeinsame Fürsorge untereinander auf ein Gesetz geschoben wird, stimmt was nicht. Ich habe mich sehr in die Reisen von Paulus und Co reingelesen, es wird darin nicht einmal erwähnt das der Zehnte gelehrt wurde. (Es ist aber auch ok, wenn wir nicht weiter darüber diskutieren wollen)

Vielmehr war das Geben eine Gabe um der Fürsorge untereinander Genüge zu tun. Sodom und Gomorah wurden vernichtet, weil sie Reich waren und darüber arrogant wurden und die Armen vergassen. Und genau dies sind die Dinge, die mir am heutigen Verhalten in den Gemeinden besonders auffallen u. a. auch in Bezug auf Geld und Zehnten.

Ich stimme aber zu, dass jeder nach seinem Vermögen auch geben sollte und wenn es der Zehnte ist, ist das auch ok.

Ludgera,

es ist schön, dass ihr einen solchen Zusammenhalt erfahren habt, dass ist sicher nicht selbstverständlich.
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