19.04.2007, 23:48
Zitat:In einem Punkt gebe ich Dir recht: Dass es in der heutigen Zeit schwer ist. Selbstbezogenheit ist eins der Grundprobleme der Menschheit, deswegen war es immer schwer - aber da hilft nur das Kreuz! Wir leben besonders heute in schrecklichen Zeiten, sagte Paulus schon. Es wird eher schlimmer als besser.Hallo FMK, tut mir leid, dass ich Dich so lange warten lies auf eine Antwort, war viel beschäftigt. Um auf das zurueck zu kommen, was Du schreibst. Es geht mir auch oft so, wenn ich von etwas rede, pflichten mir Menschen bei, oder reden daselbe, meinen aber ganz etwas anderes.
Ganz praktisch: mit manchen Christen kann ich kaum mehr eine vernünftige Diskussion führen ohne dass sie sich gleich in Unterstellungen, Beleidigtsein, was auch immer verrennt. In diesem Fall probiere ich es auch nicht weiter, so leid mir das tut - aber hier sehe ich mich als vollkommen hilflos an. Ich sehe auch keine Verheißung von Gott, dass er dafür sorgt, dass so etwas wieder aufgrund eines Automatismus oder aufgrund seines Wirkens in Ordnung kommt. Denn jeder trifft seine eigenen Entscheidungen. Gott respektiert es, wenn wir unserem Fleisch die Oberhand geben. Tragisch aber wahr.
Zitat:Denn es müssen auch Parteiungen unter euch sein, damit die Bewährten unter euch offenbar werden. (1.Kor 11, 19)
Es ist leider unter Christen so, wenn man sich trifft: Na wie gehts? Und gleich erzaehlt, ich hab das und das gemacht und dieses haben wir auch gemacht. Und so kommt man unweigerlich, wenn man auf solches einsteigt, das Beduerfnis, auch aufzuzaehlen, was man selbst so macht, um nicht Bloesse zu zeigen. Dadurch entsteht dann auch ein Konkurenzkampf, unausgesprochen: Wir machen mehr!
Doch Christsein zeigt sich nicht in Aktivitaeten, sondern im SEIN.
Ist doch in meinem Leben auch so, ich bin doch nicht ich, nur weil ich einen bestimmten Job ausuebe oder eine bestimmte Schule oder Studium gemacht habe. Das erleichtert mein Lebensunterhalt und dessen Umstaende, doch nicht mein Leben.
Dann gibt es noch die Auffassung, aus mir heraus nichts zu tun! Und somit lassen sie alles laufen. Doch wenn man bedenkt, wenn ich mal ausspanne und nichts tue, tue ich eigentlich trozdem etwas. Ich atme, esse, trinke, siehe mir was im Fernsehen an, oder aehnliches.
Genauso ist es doch, wenn ich ein Leben in Christus habe, auch wenn ich keine "Aktivitaeten" mache, lebe ich doch meine Beziehung, bekomme auch meine Nahrung, mein Durst wird gestillt... usw. Also ist das Nichtstun oder das warten auf Gott doch ganz etwas intensives, es transferiert Leben. Und aus diesem Leben besteht mein SEIN. Und genau von diesem Leben will ich noch mehr haben.
Und bei diesen Parteiungen (Unterschieden) kommt es zutage, wer bewaehrt ist, also aus der Quelle lebt, oder nicht!
Mit lieben Gruessen aus Oesterreich Hejo.
