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Gemeinde, Leib Christi
#11
Hallo allerseits,

ich habe das erste Posting von Christina mehrmals gelesen, ich wollte und konnte nicht gleich darauf antworten und habe auch dafür gebetet um es zu prüfen. Einige Dinge vorab:
Prophetien in einem christlichen Forum sind eine besonders sensible Angelegenheit. Auch schon im privaten Umfeld und innerhalb einer Gemeinde ist der Umgang damit nicht einfach, ich denke da an viele Erfahrungen die ich in Gemeinden gemacht habe. In der Vergangenheit gab es in diesem Forum mehrmals größere Schwierigkeiten und Durcheinander, weil einzelne immer wieder Prophetien als Beiträge brachten. Deshalb haben wir, Guido, Charly und ich, die Administratoren in diesem Forum sind, beschlossen Prophetien nicht mehr zuzulassen, ohne sie vorher gelesen und geprüft zu haben. Bedenkt bitte, dass die Verantwortung für alle Inhalte und Auseinandersetzungen in diesem Forum bei uns liegt. Wir möchten diese Verantwortung im öffentlichen Interesse für unsere Teilnehmer hier ausüben und müssen dann vor Gott verantworten, was wir zulassen und was nicht. Wir nehmen diese Aufgabe sehr ernst, auch weil es ein Teil unseres Dienstes ist.
Es ist eine Sache, eine persönliche Meinung, ein generelles Empfinden aus sich selbst, aus seinen Erfahrungen heraus mitzuteilen, es ist aber eine ganz andere Sache, Worte mitzuteilen, die ich als Gottes Reden bezeichne. Da Christina das letztere deutlich vermittelt, sehe ich mich auch gezwungen eine ganz deutliche Stellungnahme als Prüfung hier abzugeben. Jeder, der prophetisch redet, muss sich das gefallen lassen, sonst kann er geistlich nicht wachsen. Es wäre für sie, wie auch Charly sagte, besser gewesen, das vorher mit den Verantwortlichen abzusprechen. Und ich denke wir sind da auf einem sauberen geistlichen und gemeindlichen Grund, wenn wir so handeln, das wird jeder erfahrene Christ bestätigen können.
Als hier meine Prüfung:
1. Ich habe den Text aus Hesekiel gelesen und festgestellt, dass dort nicht von "Leitern, bzw. Leitschafen" gesprochen wird, zwar werden neben den Schafen, Widder und Böcke erwähnt (Hesek.34,18) jedoch werden sie in keinem Vers mit Leitung in Verbindung gebracht. Widder und Böcke sind einfach männliche Schafe. Die klare Aussage der Prophetie lautet vielmehr: "Ich werde richten zwischen Schaf und Schaf und zwischen Widder und Böcke." Alle zwei Kategorien werden kritisiert, die Schwachen verdrängt zu haben und dem Hirten nicht gefolgt zu sein. Übrigens, eine wichtige Leitfunktion in der Herde üben auch die Mutterschafe aus, da die Lämmer, besonders wegen der Milch, hinter ihnen herlaufen.
Damit genügt dieser Text nicht, um Christinas "Wortprophetie" zu belegen - der richtige biblische Beleg fehlt also.

2. Falsche Textinterpretation wird hier als Grundlage für eine prophetische Botschaft genommen, das ist problematisch. Wörtlich:
Zitat:\"Sie hatten keinen Hirten, deshalb spielten sich die Böcke und Leitwidder so auf\".
Das kann dem Text so nicht entnommen werden.

3. In dem Text werden "alle" angesprochen:
Zitat:\"Ihr seid noch viel törichter als diese Schafe\"
- das ist eine unzulässige Verallgemeinerung. Jeder kann hier alles für sich und für andere hineininterpretieren. Prophetien, die den Anpspruch erheben über eine Hausgruppe bzw. kleine Gemeinde hinauszugehen müssen konkret und überprüfbar sein.

4. Schäferhunde geben zwar viel her in Bezug auf eine Schafherde, ich finde aber keinerlei biblischen Bezug dazu, ich kenne keine Bibelstelle.

5. Dass ein Hirte dem Schaf das Bein bricht, um es am Weglaufen zu hindern, mag in der Welt vielleicht vorkommen, persönlich finde ich es abschreckend und ich finde keinen geistlichen und biblischen Bezug dazu. In der Bibel heißt es vielmehr, dass der Hirte das verlorene Schaf sucht, konkret in Hes. 34,16: "Das Verlorene will ich suchen und das Versprenge zurückbringen, und das Geborchene will ich verbinden..." Hier ist nicht die Rede davon, dass der Hirte das Schaf "gebrochen" hat.

6. Die Aussage auf dem Forum, die als Unterstützung, genommen wird: "Gott will nur zerbrochene Gefäße gebrauchen" mag wohl gesagt worden sein, ich habe sie aber nicht als eine zentrale Aussage für das Forums gehört.

7. Die Aussage: "Wir als Leib Christi in Deutschland haben es nötig aufzuhören uns wie Leitschafe aufzuspielen." hört sich seltsam an. Wie kann es sein, dass der ganze Leib Christi, also alle Christen in Deutschland sich als Leitschafe benehmen. Das geht rein organisatorisch, psychisch und physisch nicht. Zum Leib Christ gehören alle Christen, auch die, die keine Ambitionen zur Leitung haben. (Außerdem siehe Punkt 1)

Alles in allem, auch ohne meine biblische und sachliche Beurteilung, nämlich aus meiner Beurteilungsfähigkeit aus dem Geist heraus, als jemand der von Gott auch prophetisch über den Rahmen seiner Gemeinde hinaus von Gott gebraucht wird, urteile ich, dass es sich bei Christinas Posting nicht um eine echte Prophetie aus dem Geist Gottes heraus handelt, sondern mehr um ein Reden aus ihrem eigenen Herzen heraus.
Christina ich hoffe, du kannst das annehmen. Es wäre besser gewesen, wenn du es in einem normalen Posting geschrieben hättest, ohne den Anspruch als ein Reden Gottes, dann hätte man sich normal über deine Empfindungen unterhalten können.
Solche Kritik musste ich in meiner prophetischen Entwicklung mehrmals über mich ergehen lassen. Gottes Segen Dir.

Richard
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#12
Hallo Christina,
auch ich habe Deine Eindrücke über Schafe, Hirte und dergleichen gelesen.
Mir geht es zuweilen so, wenn ich in einer christlichen Gemeinschaft bin,
bekomme ich Impulse, die warnend oder auch korrigierend sind. Da die Weitergabe jedoch eine hohe Verantwortung mit sich bringt, halte ich mich damit häufig zurück und ziehe es lieber vor, bei schwierigen Situationen Gott um Hilfe und
Sein Eingreifen zu bitten.
In Hesekiel 34, 11 -31 lese ich sehr viel von dem guten Hirten, der z.B. das Gebrochene verbindet und das Kranke stärkt usw..
Ich hoffe, dass alle Christen, die Jesus kennen, sich von Ihm abhängig machen und Ihm folgen wollen und wissen, dass sie schwach und Er stark ist. Und dass
Er heilt, tröstet und verbindet. Ich habe es schon sehr oft erlebt, was auch jeder andere erleben kann.
Ich habe da volles Vetrauen,dass Gott, Jesus DER HIRTE alles unter Kontrolle
hat und am Ende die Schafe von den Böcken trennen wird, so wie Er es u.a.
auch in der Offenbahrung sagt.
Er ist der absolute Richter und jeder einzelne hat für sich die Verantwortung
vor Gott, Ihn und Seinen Willen für sein persönliches Leben kennen zu lernen.
Das, was Lehrer Hirten, Propheten, Evangelisten und Apostel an Auferbauung
weitergeben , sollte natürlich auch immer wieder einer gegenseitigen Prüfung
unterzogen werden, damit sich nichts Unwahres und Falsches einschleicht.
Die Prüfrichtschnurr ist für uns alle Sein lebendiges Wort.
Lass uns vor allen Dingen auf Jesus blicken und von Ihm alles erwarten.

Gottes Segen
Rose Schutty
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#13
Hallo,

ich bin jetzt neugierig geworden und hab hinsichtlich meiner Charaktereigenschaften mal nachgeschaut.

Der Naturforscher Conrad Gesner schrieb z.B. u.a.:

?Ein Schaf ist ein mildes, einfältiges, demütiges stilles, gehorsames, furchtsames und närrisches Tier... ohne einen Hirten verlaufen sich Schafe bald und sind ganz irrig. Wenn es sich verläuft oder verfällt, so stürzen sich die anderen alle hernach.
Schafe scheinen manchmal sture Tiere zu sein. Wer sich mit ihnen abgibt und ihre ?Sprache? versteht, kommt gut mit ihnen zurecht. Schafe sind nicht dumm sondern, einfach ausgeprägte Herdentiere.
Auf grosser Fläche gehaltene Schafherden, bilden Untergruppen. In der Regel dominieren die Widder, die weiblichen Tiere. Der Widder/Bock führt jedoch nie eine Herde, sondern verteidigt nur seine Position. Untereinander messen die Widder ihre Kräfte im Zweikampf.. Dabei kommt es oft zu heftigem Aufeinanderprallen der Köpfe, bis sich das schwächere Tier abwendet, und damit seine Unterlegenheit eingesteht.
Schafe sind genügsame Tiere.
Schafe fühlen sich auf der Weide daheim und frisches Wasser darf nicht fehlen. Obwohl Schafe eher zurückhaltend sind, suchen sie auch Kontakt zu Menschen, und können sehr zutraulich werden. Schafe sind ohne Schutzmaßahmen vielen Raubtieren ausgeliefert?.

Gruß

Hans-Otto
Gottes Geheimnis ist Jesus Christus.
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#14
Danke Hans- Otto für diese ergänzende Recherche. Genau danach hatte ich gestern noch im Internet gesucht. Unter dem Druck den Beitrag endlich fertig zu bekommen und wegen auftretender Verlangsamung des Servers habe ich es nicht mehr geschafft.

ric
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#15
Zitat:Was macht aber ein Hirte mit Schafen, die immer wieder weglaufen? - Er bricht ihre Beine. Dann trägt er sie. Er möchte das nicht tun, es macht ihm keine Freude - es ist die einzige Chance, die er hat. In der Zeit, in der das Schaf nicht laufen kann, trägt er es nahe an seinem Herzen. Eine sehr innige und vertraute Beziehung entsteht. Wenn es wieder laufen kann, ist diese Beziehung so ein, dass das Schaf dem Hirten folgt, wie ein Schatten.
Diese Geschichte habe ich schon oft gehört, was in div. charismatischen Kreisen kaum verwunderlich ist. Nun habe ich aber das Internet genutzt und habe in einem Forum für Schäfer (Hobby- und Profischäfer) mal nachgefragt, ob diese Geschichte stimmt. Dort wurde ua folgendes geantwortet:[quote]Geschrieben von: Nick am 24.1.2008 - 18:23
Ich habe so etwas noch nie gehört und Ihr?
Trotz so manchem Tief das ich erlebt habe, immer noch oder gerade deshalb Christ Cool
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#16
Vor dem Hinterggrund was ich gerade bei Viola lese macht die Prephetie echt Sinn. Man muß dazu aber das Hintergrundwissen haben, wie das Neue Testament Leiterschaft sieht. Das Buch "Reimagining Church" von Frank Viola befaßt sich intensiv mit dem Thema Leiterschaft. Man kann da leicht aneinander vorbeireden, wenn man sich nicht der grundlegenden Unterschiede organischer im Vergleich zu hierachischer Leiterschaft bewußt ist.
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#17
Organisch:

es gibt keinen Leiter im herkömlichen Sinn, sowie wir das alle aus Freikirchen etc. und der Welt gewohnt sind. Es funktioniert ganz anders um sicherzustellen, daß möglichst Gott mit seinem Willen deutlich wird. Alle Entscheidugen werden im Konsens getroffen, von allen Gemeindemitgliedern zusammen. Solange muß die Entscheidung vertagt werden. Im Prozeß der Konsensfindung wird natürlich erwartet,daß der Heilige Geist redet, z.B. durch ein Wort der Weisheit.
Hirten und Älteste gibt es auch in organischen Gemeinden, aber das ist (ganz wichtig) eine Funktion, nicht eine Position.D.h. der Älteste ist jemand, der mehr Erfahrung im Glauben hat und an den sich andere ganz natürlich wenden, wenn sie Probleme haben. Seine Worte haben deshalb auch mehr Gewicht. Er hat aber keine Stellung, die ihm irgendwie Autorität über andere geben würde.

Ich habe es jetzt mal so beschrieben, wie ich es aus dem Buch verstanden habe.
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#18
Hier die heutige Email meiner Frau an unsere Hausgemeindemitglieder:

Wir setzen unsere Hoffnung auf den Herrn, er steht uns bei, ja, er ist der Schild, der uns schützt. 21 Er erfüllt unsere Herzen mit Freude; wir vertrauen ihm, dem heiligen Gott.
Psalm 33:20-21 HFA

In Ich Form:

"Ich setze meine Hoffnung auf den Herrn, er steht mir bei, ja, er ist der Schild, der mich schützt. Er erfüllt mein Herz mit Freude, ich vertraue ihm, dem heiligen Gott."

Das dürfen wir glauben! Einen gesegneten Sonntag wünschen Euch HO und S.
Gottes Geheimnis ist Jesus Christus.
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