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Geistliches Fastfood tut nicht gut
#1
Ihr Lieben,

der Präses des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbands (Vereinigung Landeskirchlicher Gemeinschaften), Christoph Morgner (Siegen), hat laut einer idea-Meldung vor einer geistlichen ?Fastfood-Mentalität? gewarnt.

Fühlt Ihr Euch persönlich von Morgeners Kritik angesprochen?

Hier der Wortlaut der idea-Meldung:

Zitat:Geistliches Fastfood tut nicht gut

B a d B l a n k e n b u r g (idea) ? Vor einer geistlichen ?Fastfood-Mentalität? hat der Präses des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbands (Vereinigung Landeskirchlicher Gemeinschaften), Christoph Morgner (Siegen), gewarnt. Wie er im Gottesdienst während der Hauptkonferenz der Deutschen Evangelischen Allianz am 5. August in Bad Blankenburg (Thüringen), sagte, stünden Christen oft in der Gefahr, geistlichen "Schnipseln" zu leben.


Jeden Tag die Losung oder ein paar Bibelverse zu lesen, sei zwar in Ordnung. Doch könne von so einer Diät auf Dauer niemand geistlich leben, sagte Morgner. Christen sollten regelmäßig größere Abschnitte der Bibel lesen. Der Präses ermutigte die rund 2.000 Gottesdienstbesucher, jeden Tag eine Zeit der Stille fest einzuplanen, um geistlich aufzutanken. Kritik übte Morgner an einer frommen und vielfach antiquierten Sprache. Diese werde von den meisten Zeitgenossen nicht mehr verstanden. Morgner: "Wir haben es heute mit einem Heer von Ahnungslosen zu tun, wenn es um die christliche Botschaft geht." Die Sprache von Christen dürfe deshalb nicht den Eindruck erwecken, als seien sie Museumswächter.

Europa braucht gemeinsame Werte
Zum interreligiösen Dialog erklärte Morgner, mit Jesus könnten sich Christen überall sehen lassen. ?Mit Jesus brauchen wir uns nicht zu verstecken vor Buddha und seinem medienumschwärmten Dalai Lama oder vor Mohammed und seinen leicht zu erregenden Anhängern.? Das zusammenwachsende Europa müsse sich fragen, welche gemeinsamen Werte und Maßstäbe verbindend sein sollten. Das äußere Wohlergehen sei ein sehr brüchiges Fundament. Die Gesellschaft brauche nichts dringender als die Botschaft von Jesu barmherziger Liebe, sagte Morgner. An der 112. Allianzkonferenz nahmen in diesem Jahr wie im Vorjahr rund 2.500 Christen aus elf Ländern teil.
Quelle: Evangelische Nachrichtenagentur idea e.V.
Trotz so manchem Tief das ich erlebt habe, immer noch oder gerade deshalb Christ Cool
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#2
Zitat:Zum interreligiösen Dialog erklärte Morgner, mit Jesus könnten sich Christen überall sehen lassen.
Ich habe viel mehr Bedenken, daß sich Jesus mit dem Gros der »Christenheit« nicht gut sehen lassen kann. Mit dem Heer von Ahnungslosen hat er recht. Inwieweit er als Präses einer Denomination nicht selbst als ahnungslos in Bezug auf einige biblische Wahrheiten zu gelten hat, ist eine andere Frage.
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#3
Wie wahr, wie wahr!

helhard
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#4
Vor Jahren kam mir ein Büchlein in die Finger: Das frommdeutsche Wörterbuch. Darin wird die "Sprache Kanaans" wie die antiquierte Insidersprache auch genannt wird, die in vielen Gemeinden untereinander gesprochen wird, auf die Schippe genommen. Nicht zu unrecht finde ich. Da muss ich gar nicht bei andern suchen gehen, es passiert mitunter jedem, dass er Ausdrücke braucht die wirklich kein Außenstehender begreift.
Aber das lässt sich doch in den Griff kriegen. Wenn wir über alltäglichen Kram sprechen tun wir das doch auch mit ganz normalen Ausdrücken. Geht das in Sachen Gemeinde nicht?? Doch, doch, sofern das Gemeindeleben auch meine ganz privaten Ecken des Alltags ergreift und da hinein wirkt... und das sollte es doch, welcher Art Gemeinde ich auch angehöre.

Willy
Wer morgens zerknittert aufsteht hat tagsüber viele Entfaltungsmöglichkeiten!
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#5
Hallo Willy,
ich denke mal, dass sich diese fromme Spezialsprache auch deshalb so einbürgert, weil sich Christen so gern in ein chr. Getto zurückziehen. Würden wir viel mehr auch mit Nichtchristen und Andersgläubigen über unseren Glauben reden, würden wir uns schnell dieses Frommsprech abgewöhnen, oder?
Trotz so manchem Tief das ich erlebt habe, immer noch oder gerade deshalb Christ Cool
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#6
Das ist sicher so. Bei der Arbeit in der Drogenszene lernte ich viele Ausdrücke in alltägliches Deutsch zu übertragen.
Schmunzeln konnte ich mal als ich einem Jungen was von Buße tun sagte. Seine Antwort: "Die letzte kostete fr. 40,-- und nächstes Mal gibt's Knast!" Da lernste umdenken.

Willy
Wer morgens zerknittert aufsteht hat tagsüber viele Entfaltungsmöglichkeiten!
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#7
Das Beispiel finde ich super Big Grin
Trotz so manchem Tief das ich erlebt habe, immer noch oder gerade deshalb Christ Cool
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#8
...und in umgekehrter Richtung geht das auch. Da war "Babylon", der mich warnte, ihm ja nichts aus der Bibel zu erzählen. "Das ist alles alter Quatsch!" Wir sprachen dann miteinander, bis er selbst sein Vorleben ansprach. "Stimmt, Babylon, du hast viel Mist gebaut. Aber wenn du einsiehst, dass Jesus deine verdiente Strafe erlitten hat, kannst du Gott um Jesu willen um Vergebung bitten. Er sieht dich dann an als hättest du nie im Leben gesündigt." "Dann ist das ja wie eine neue Geburt?!" Babylon begriff, was eine Wiedergeburt ist... hätte ich aber einfach von Wiedergeburt gesprochen hätte der Junge wohl Bahnhof verstanden.

Willy
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#9
Übrigens haben wir es im deutschen Sprachraum gut: wir kennen kaum Ausdrücke, die sich nur auf geistliche Dinge beziehen. Das gibt es z.B. im Französischen. Da gibt es Ausdrücke, die man im Alltag nie anwendet, da sie sich nur auf Geistliches beziehen. Da wird es schon schwieriger, den Menschen Jesus nahe zu bringen.

Sehr schön ist für mich, dass die schwedische Bibel nicht einmal Buße tun als besonderen Ausdruck kennt: da steht schlicht UMDENKEN. Was anderes ist ja auch nicht gemeint. Jedenfalls hat es nie und nimmer was mit einem Strafzettel zu tun...

Stop, da kommt wieder mal der Übersetzer zum Vorsch(w)ein. Aber eben, auch ich habe einen Schatten, den ich kaum einfach überspringen kann! und das jonglieren mit den Sprachen war ja auch mein Beruf...

Einen wunderschönen Tag wünscht

Willy
Wer morgens zerknittert aufsteht hat tagsüber viele Entfaltungsmöglichkeiten!
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