Einfache Gemeinde Forum

Normale Version: Gemeinde, Leib Christi
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Zum Abschluss unseres Hausgemeindenachmittags, leckerer Nudelsalat u.a. mit Radieschensprossen:[attachment=91]

wir hatten 2 Schüsseln davon zum gemeinsamen Verzehr..............
In der Bibel (1Kor 5,5 Luther 2017) lese ich: „………….sollt ihr diesen Menschen dem Satan übergeben zum Verderben des Fleisches, auf dass sein Geist gerettet werde am Tage des Herrn.“

Kann mir jemand erklären, wie das von statten gehen soll…….., einen Menschen dem Satan übergeben……….???
Zunächst einmal, worum es dort geht:
Zitat:1Kor 5:1 Überhaupt hört man, daß Unzucht unter euch ist, und zwar eine solche Unzucht, die selbst unter den Nationen nicht stattfindet: daß einer seines Vaters Frau hat. 2  Und ihr seid aufgeblasen und habt nicht etwa Leid getragen, damit der, der diese Tat begangen hat, aus eurer Mitte entfernt würde! 3  Denn ich, zwar dem Leibe nach abwesend, aber im Geiste anwesend, habe schon als anwesend das Urteil gefällt über den, der dieses so verübt hat, 4  wenn ihr und mein Geist mit der Kraft unseres Herrn Jesus versammelt seid 5  einen solchen im Namen unseres Herrn Jesus dem Satan zu überliefern zum Verderben des Fleisches, damit der Geist errettet werde am Tage des Herrn. 6  Euer Rühmen ist nicht gut. Wißt ihr nicht, daß ein wenig Sauerteig den ganzen Teig durchsäuert? .... (Rev.Elb.)

Wahrscheinlich hatte dieser Mann ein Verhältnis mit seiner Stiefmutter. Eine solch üble Geschichte gab es auch mal bei den Kindern von König David. Ein solches Handeln war auch gesellschaftlich verpönt.

Dem Satan übergeben ...“ nach meinem Verständnis muss wieder der biblische Kontext - hier Gemeindezucht - gesucht werden. Demzufolge heißt das, dass der Bruder weiterhin nicht länger als Christ angesehen und behandelt werden soll. Er soll wie ein Heide angesehen werden - also wie jemand, der weiterhin unter der Herrschaft Satans steht, weil er nicht Christus angehört. Und das so lange er keine Buße darüber tut. So finden wir die Anweisung konkreter an anderer Stelle des NT.

Mit Vorliebe wird hier fantasievoll über folgende Passage spekuliert: „ ... zum Verderben des Fleisches, damit der Geist errettet werde am Tage des Herrn.“ Wilde Vorstellungen, dass der Betreffende dann körperlichen Schaden erleiden müsste und was sonst noch alles. Sad Ich halte das für Unsinn. Ein sprachlicher Irrtum, den viele begehen.
„Fleisch“ kann natürlich für den Körper stehen. Es steht aber auch für die weltliche, also die fleischliche Gesinnung. Eben diese zeigt er ja überdeutlich mit seinem Verhalten auf. Hier soll also kein Schaden am Körper von Satan ausgeübt werden, damit zumindest der Geist einst errettet wird. Das kann schon deshalb nicht sein, weil Paulus ein anderes Menschenbild hatte, wie zB Plato. Nach dem hebr. Verständnis besteht der Mensch nicht aus unterschiedlichen Teilen - Geist, Körper, und Seele - sondern er ist immer alles zugleich. Er ist Geist, er ist Körper, er ist Seele. Damit ist es unmöglich, dass der Körper dem Verderben anheimgegeben wird, damit der Geist errettet würde. Da beides nach hebr. Verständnis untrennbar verbunden ist, muss diese Denkrichtung also in die Irre führen. Somit meint Paulus also, dass die fleischliche Gesinnung verderben mag, um der geistlichen Gesinnung mittels der Buße Raum zu geben, die letztlich zur Erlösung am Tag des Herrn führt.
Beachtenswert die Sinneswandlung Gottes, zu Moses Zeiten gab ER klare Anweisung bei solchen Geschlechtsverkehr Aktivitäten, den Mann und die beteiligte Frau zu töten, mittels Steinigung.
Na ja, die fleischlichen Begierden sind zu nichts nütze. Fleischlich gesinnt sein bringt den Tod.
Heute Morgen hatte ich den Gedanken, wenn ich Gott wäre, was würde ich in dieser Machtposition tun………………??
Wenn man diesen Gedanken ehrlich und nicht oberflächlich durchdenkt, kann man dahin kommen zu verstehen, dass Gott so gehandelt hat oder noch handelt.
Leider bleiben die meisten beim sehr oberflächlichen stehen.
Ja, in der Konsequenz musste ER so handeln, ansonsten wäre  Gott (Christus Jesus) nicht gerechtfertigt Gericht zu halten. Wichtig, seine  Versuchung in der Wüste. Dann Kreuzigung und  ohne dieses sein sterben, keine Recht in sich in seiner Kraft zur Auferstehung. Gott ist nicht an klagbar.  Ein Gott der sich töten lässt, ist wahrer Gott.  Ergo ich überlasse es Gott, Gott zu sein. Nach meinem dahinscheiden (sterben), werde ich IHM gleich sein und das reicht.
Und als sie an die Stätte kamen, die ihm Gott gesagt hatte, baute Abraham dort einen Altar und legte das Holz darauf und band seinen Sohn Isaak, legte ihn auf den Altar oben auf das Holz 10 und reckte seine Hand aus und fasste das Messer, dass er seinen Sohn schlachtete. (1.Mose,22,9+10,  Luther 2017)

Lese ich hier richtig, Abraham will hier seinen Sohn  opfern indem er ihn schlachtet……..??
Ja, da liest du richtig. Obwohl ich "opfern" als Übersetzung richtiger finden würde.
Das hebr. Wort bedeutet folgendes:

Zitat:07819 שׁחט shachat shaw-khat'

1) töten, schlachten, schlagen
1a) (Qal)
1a1) zu schlachten
1a1a) ein Tier zur Speise
1a1b) opfern
1a1c) Person im Menschenopfer
1a1d) geschlagen, gehämmert (von Schekeln)
(aus den Strongs)
Vergleiche das mit den Opfervorschriften im Gesetz. Dort wurden die Opfertiere idR auch lediglich getötet und dann vollständig verbrannt. Aber nicht alle wurden vollständig verbrannt.
Was hätte Gott sich einfallen lassen oder wie hätte ER reagiert, wenn Abraham nein zu Gottes Anweisung gesagt hätte, seinen Sohn Issak zu opfern………?
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